Akademie für Trader

Schön, dass Sie Ihr Wissen erweitern wollen. In der Akademie der actior AG finden Sie viele nützliche Erklärungen und Beispiele wenn es um die Börse geht.

Handelsstrategien

Handelsstrategien


Als Handelsstrategien bezeichnet man den grundsätzlichen Plan, in einem Finanzmarkt zu handeln. Dazu gehören zum Beispiel

  • Moneymanagement – wie viel Kapital setze ich für einen Trade ein?
  • Risikomanagement – wie viel Kapital bin ich bereit bei einem Trade zu riskieren?
  • Handelsansatz – welche grundsätzliche Idee liegt meinem Handeln zugrunde?
  • Systemtrading – welche konkreten Handelssignale benutze ich?
Moneymanagement

Wie viel Kapital setze ich für einen Trade ein?

Ein Beispiel: Mein Daytrading-Depot weist ein Kapital von 40.000.- € auf, und ich interessiere mich für den Kauf der Aktie XYZ, die zur Zeit an der NASDAQ 20 $ kostet. Wie viel Stück soll ich nun von dieser Aktie kaufen? Zunächst muss man wissen, dass Broker oftmals beim Aktienhandel an der NASDAQ einen Marginsatz einräumen. Das heißt: Der Depotwert beträgt zwar 20.000.- €, aber ich kann prinzipiell für 40.000.-€ Aktien kaufen, habe also doppelte Kaufkraft.

Diese Hebelwirkung ist natürlich interessant und kann auf zwei Weisen ausgenutzt werden: Zum einen kann ich in einem Wert einen maximalen Investitionsgrad von 200% erreichen, zum anderen kann ich besser diversifizieren. Z.B. bin ich mit 50 % meines Kapitals in einen längeren Daytrade investiert und kann währenddessen trotzdem einen Scalptrade mit 100% des Kapitals eingehen. Um nun zu entscheiden, wie viel Aktien ich kaufe, muss ich mir im Klaren darüber sein, welchen Charakter der Trade hat. Falls der Trade als Scalptrade mit einem sehr kurzen Anlagezeitraum gedacht ist und ich ihn in keinem Fall in einen längeren Daytrade umwandeln werde, dann wird der Einsatz zwischen 100% und 200% des Kapital betragen, abhängig von der aktuellen Volatilität des Wertes.

Ist der Trade als Daytrade gedacht, mit einem Anlagezeitraum zwischen 15 Minuten und vielleicht 4 Stunden, werde ich weniger investieren. Grundsätzlich gilt die Richtlinie: Je kürzer der Anlagezeitraum, um so größer der Anteil der eingesetzten Kapitals.

Als Orientierungsgrößen gelten folgende Investitionsgrade: Scalptrading 100-200%, Daytrading 50%, Positionstrading 15%. Diese Größen sind in Abhängigkeit von der aktuellen Volatilität zu variieren: je höher die Volatilität, um so geringer der Investitionsgrad.

Angenommen, in unserem Beispiel der Aktie XYZ läge die Schwankungsbreite bei 1,5 $ in den letzten 15 Minuten. In diesem Fall würde ich 1000 Stück der Aktie kaufen, was einem Investitionsgrad von etwas unter 100% entspricht. Läge die Schwankungsbreite bei 0,5 $, würde ich 2000 Stück kaufen.

Vorsicht ist bei Neuemissionen (IPO‘s) angebracht: Hier ist die Volatilität am ersten Handelstag oftmals besonders hoch, so dass man mit weitaus geringeren Investitionsgraden als 100% Scalping betreiben sollte. Das Moneymanagement ist auch von den speziellen Bedingungen der Börse abhängig. So ist es an der NASDAQ üblich, in 100er Stückzahlen zu handeln. Je nach benutztem Orderweg existiert entweder keine andere Möglichkeit, oder es wäre zwar möglich, ungerade Stückzahlen zu handeln, aber die Chancen einer vollen Ausführung würden dadurch sinken. Es kommt allerdings auch vor, dass man z.B. bei einer 500 Stck. Kauforder eine Teilausführung mit 13 gekauften Aktien erhält. Das Pyramidisieren (Einsteigen in weitere Kontrakte in einer Gewinnposition) ist sicher nur etwas für Profis und vervielfacht die Chancen der Profitabilität, aber natürlich auch die Risiken. Vielmehr sollte die Anzahl der Kontrakte pro Position dynamisch dem wahren Depotwert gemäß der aufgestellten Richtlinien angepasst werden.

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Risikomanagement

Wie viel Kapital bin ich bereit bei einem Trade zu riskieren?

Risikomanagement beschäftigt sich mit der Frage: wie viel meines Kapitals bin ich bereit, bei einem Trade zu riskieren, also maximal zu verlieren? Diese Frage muss vor jedem Einstieg in einem Markt beantwortet werden. Jeder Trader kennt die Hoffnung, dass sich bei einer Position, die gegen ihn läuft, die Kursbewegung wieder dreht und er zumindest ohne Verlust oder gar mit Gewinn aus dem Trade herauskommt. Fällt der Kurs weiter, so steigt der Verlust (bei einer long-Position). Die Hoffnung wächst, zugleich aber auch die Verzweiflung. Irgendwann verkauft der Trader völlig entnervt mit großem Verlust, weil er die innere Anspannung nicht länger aushält. Öfter dreht der Kurs dann kurz danach in seine Richtung, was den Trader dann psychisch völlig erledigt. Was fehlt diesem Trader? Ganz klar, ein konsequentes Risikomanagement!

Um auch nach einem Verlust weiterhin handelsfähig zu sein, sollte man vor jedem Handel eine Stop-Loss-Marke festsetzen. Das bedeutet, bei einer long-(Kauf-)Position genau den Kurswert zu bestimmen, zu dem verkauft werden soll, wenn der gehandelte Wert fällt und bei einer short-(Verkaufs-)Position genau den Kurswert, zu dem zurückgekauft werden soll, wenn der gehandelte Wert steigt. Die Stop-Loss-Marken können, abhängig vom Markt, direkt als Order beim Broker aufgegeben oder als mentale Marke gesetzt werden.

Wo sollte nun genau diese Marke gesetzt werden? Zum einen kann man sich dabei an charttechnischen Widerständen und Unterstützungen orientieren, d.h. man setzt bei einer long-Position den Stop knapp unterhalb der Unterstützung und bei einer short-Position knapp oberhalb des Widerstandes. Zum anderen sollte man ein persönliches Risikoziel bestimmen. Ein sinnvolles Risikoziel ist z.B.: Pro Trade möchte ich nicht mehr als 2% meines Kapitals riskieren. Kommen wir auf das oben genannte Beispiel zurück. Wir haben 1000 Aktien XYZ zu 20$ gekauft. Hier sollte die Stop-Loss-Marke hier bei 19 11/16 gesetzt werden. Erreicht der gehandelte Kurs diesen Wert, sollte auch zu diesem Wert verkauft werden, um das Risiko zu begrenzen. Tatsächlich könnte vielleicht eine Ausführung zu 19 5/8 $ erreicht werden. Der Verlust betrüge also 3/8$ mal 1000 Stück = 375$ zuzüglich Kommission. Dies entspricht in etwa dem persönlichen Risikoziel von 2% pro Trade.

Beim Aktienhandel an der NASDAQ bietet der bereits mehrfach erwähnte Level II-Screen eine weitere Orientierung an. Hier sind Unterstützungen bzw. Widerstände zu finden, da das potentielle Kaufverhalten anderer Marktteilnehmer über die Angebots- und Nachfragesituation eingesehen werden kann.

Nicht nur für den einzelnen Trade sollte man ein Risikoziel festlegen, sondern auch für den Handelstag, den Handelsmonat.

Das Risikomanagement steht in engem Zusammenhang mit dem Moneymanagement. Bei einem sehr volatilen Wert sollte der Trader mit einer geringeren Investitionsrate einsteigen, kann aber dadurch die Stop-Loss-Marke weiter entfernt vom Einstiegspunkt ansetzen, ohne sein persönliches Risikoziel zu missachten. Bei einem Daytrade sollte er mit verschiedenen Kursbewegungen gegen seine Position rechnen (swings) und deshalb den Stop etwas weiter entfernt vom Einstiegspunkt als bei einem Scalptrade setzen. Durch den geringeren Investitionsgrad beim Daytrade wird das Risiko aber nicht notwendig größer durch den weiter entfernt liegenden Stop.

Ein Art der Gewinnabsicherung bietet der Trailing Stop. Das heißt, in einer Gewinnposition zieht man den Stop nach (bei einer long-Position setzt man ihn herauf, vice versa). Als Orientierung kann man wieder die Charttechnik und Level II nutzen. Dies ist eine gute Methode, um Gewinne auch tatsächlich zu realisieren.

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Newstrading | Handelstaktik

Die Veröffentlichung von Quartalszahlen, Ad-hoc-Meldungen, Aquisitionen oder Übernahmen von Unternehmen führen oftmals zu bedeutenden Kursbewegungen einzelner Aktien. Ebenso können Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten, Zinsentscheidungen der Zentralbanken oder auch nur Fernsehauftritte von in der Wirtschaft bedeutenden Personen ganze Märkte bewegen. Ziel des Newstrading ist es, diese durch Neuigkeiten (news) initiierten Kursbewegungen auszunützen. Man kann dies auf zweierlei Weise tun: Man antizipiert eine Nachricht (z.B. die Quartalszahlen eines Unternehmens) und steigt in einen Markt/Wert vor Veröffentlichung der Nachricht ein oder man reagiert nach der Veröffentlichung. Bei der ersten Variante kommt man aufgrund eigener sorgfältiger Analyse zu einer Einschätzung und kann dementsprechend eine Position eingehen. Die Qualität der eigenen Einschätzung wird dann natürlich bei Veröffentlichung der Nachricht offensichtlich und belohnt oder bestraft.

Weniger aufwendig in der Vorbereitung ist das Handeln einer Nachricht, nachdem sie erschienen ist. Im Prinzip kann man hier zwei Bewegungen handeln: 1. die Reaktion und 2. die Überreaktion. Liegt eine Nachricht im Bereich der von den Markteilnehmern gehegten Erwartungen, ist sie meistens „im Kurs enthalten“, sprich der Kurs wird in der Regel wenig reagieren. Je mehr eine Nachricht von den Erwartungen abweicht, desto heftiger wird die folgende Kursbewegung sein. Dies kann man ausnutzten, indem man möglichst früh in Richtung der Kursbewegung einsteigt und „die Reaktion mitnimmt“. Oder man handelt die Überreaktion: Man wartet, bis die Kursbewegung ihr kurzfristiges Maximum erreicht und die Gegenreaktion eintritt. Um den günstigsten Zeitpunkt des Handels zu bestimmen, bedient man sich technischer Indikatoren (oder/und Level II).

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Splittrading | Handelstaktik

Splittrading nutzt die Erfahrung aus, dass Aktien bei Bekanntgabe von Splits und bei kurz bevorstehenden Durchführungen von Splits einen Kursanstieg erfahren. Auch hier können wieder Reaktion und Gegenreaktion gehandelt werden. Die Bekanntgabe von Splits geschieht zumeist als Ad-Hoc-Meldung, so dass man hier nur nach Veröffentlichung der Nachricht handeln kann. Bei kurz bevorstehenden Splits ist das anders; diese Werte kann man ein paar Tage vor dem anstehenden Split beginnen beobachten. Oftmals ist eine erhöhte Volatilität zu beobachten, die man mit Momentumtrading ausnutzen kann. Die letzte Handelsstunde des Tages vor dem Split ist sehr interessant, weil viele Marktteilnehmer sich hier für ein gap-play (man hofft, dass der Wert über Nacht einen Kurssprung macht) positionieren. Dies kann zu einer kurzfristgen rasanten Ralley (Kursanstieg) vor Handelsschluss führen, an der der Splittrader partizipieren kann.

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Momentumtrading | Handelstaktik

Momentumtrading ist das eigentliche Tagesgeschäft des Daytraders. Auf diesem Handelsansatz beruht besonders das Scalptrading. Das Momentum (die Dynamik einer Kursbewegung) ist mit Hilfe von Handelsvolumen und einigen technischen Indikatoren (sowie auch hier wieder Level II) relativ gut erfaßbar. Ziel des Momentumtrading ist es, zu Beginn eines starken Momentums (einer starken dynamischen Kursbewegung) in einen Markt einzusteigen und noch vor Ende des Momentums auszusteigen. Der kritische Punkt bei diesem Handelsansatz ist der Ausstieg aus einem Markt. Man ist in einem Markt natürlich nur ein Momentumtrader neben vielen anderen, die der gleichen Idee nachgehen. D.h. es steigen viele Marktteilnehmer in einen Momentumtrade ein, wodurch die Bewegung natürlich noch einmal verstärkt wird, sozusagen eine self-fullfilling-prophecy, und wenn man einen Tick zu spät den Ausstieg angeht, gerät man in die panische Masse der Daytrader, die bei drehender Kursbewegung ihre Position glattstellen wollen. So entstehen aus kleinen Gewinnen manchmal kleine oder auch größere Verluste. Auf der anderen Seite will man natürlich auch nicht zu früh aus einem Markt aussteigen, um das Gewinnpotential möglichst auszuschöpfen.

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Systemtrading | Handelstaktik

Das Ziel beim Systemtrading ist es, jeglichen emotionalen Impuls beim Traden auszuschalten. Dies wird durch ein Handelssystem ermöglicht, das mit Kurshistorien erfolgreich, sprich profitabel gearbeitet hat. Konkret heißt das: Eine Software gibt in realtime automatisch Handelssignale zum Ein- und Ausstieg. Der Systemtrader folgt dem mechanischen System und vertraut darauf, dass in der Zukunft ähnliche Profite zu erzielen sind wie sie das System in der Vergangenheit erwirtschaftet hätte. Man kann solche Systeme kaufen oder eigene System mit der entsprechenden Software entwickeln.

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Orderarten

Orderarten


Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Arten, zu ordern. Man unterscheidet in limitierte und unlimitierte Orderarten. Limitierte Orderarten lassen sich wiederum aufteilen in preislich und zeitlich begrenzten Orders.

Zu den unlimitierten Orderarten gehört die Marketorder.

Market Order

Vielfach missverstanden und oftmals falsch angewendet wird die Market Order. Mit ihr kann in einem Hochgeschwindigkeitsmarkt eine sofortige Ausführung erzielt werden. Voraussetzung dafür ist allerdings ein liquider Markt und ein hohes Volumen in der gehandelten Aktie. Da der Trader mit einer Market Order kein Limit setzt, wird diese Order schnellstmöglich zu dem nächsten erreichbaren Kurs ausgeführt. Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er fast umgehend eine Ausführung seiner Order erwarten kann. Der Nachteil liegt im sogenannten Slippage, dem Unterschied zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungskurs. In einem nicht liquiden Markt, in dem eine Aktie unter Umständen nur sehr selten gehandelt wird oder nur sehr geringe Stückzahlen zu Stande kommen, kann es zu erheblich schlechteren Ausführungskursen kommen, als das vom Trader beabsichtigt wurde. Die Market Order muss daher wohl überlegt eingesetzt werden. Sie dient als ein exzellentes Werkzeug, um einen Gewinn schnell zu sichern oder eine Verlustposition möglichst umgehend glattzustellen.

Nehmen wir als Beispiel einen Trade in AMZN (Amazon.com), einer Aktie mit einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen von 15 bis 20 Millionen Stück, die also zu fast jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellt. Nehmen wir an, wir haben zu Beginn einer Momentumbewegung mit einem limitierten Auftrag 100 Stück zu einem Preis von $ 85 gekauft und die Aktie bewegt sich in die von uns gewünschte Richtung. Minuten später steht der Aktienkurs bei $ 86 (ein solches Szenario ist nicht unüblich in AMZN) und steigt weiter. Wir haben unser gewünschtes Ziel erreicht und wollen nun den Gewinn sichern. Um nicht Gefahr zu laufen, den erzielten Gewinn wieder zu verlieren, entschließen wir uns zu einem limitierten Verkaufsauftrag zum derzeitigen Angebotskurs von $ 86. Während der Eingabe unserer Order flaut jedoch das Kaufinteresse ab und in dem Moment, in dem wir den Enter Button unseres Computers drücken, springt der Angebotskurs von $ 86 auf $ 85 15/16 zurück. In diesem Fall würde unser limitierter Verkaufsauftrag nun nicht ausgeführt. Es ginge wertvolle Zeit verloren, da der Auftrag erst gestrichen werden müsste, um es mit einer neuen Order zu versuchen. Wir würden dem Markt nach unten folgen und jedes Mal wertvolle Zeit verlieren, nur um am Ende vielleicht den gesamten Gewinn von $ 1 gänzlich verloren zu haben. Um sich dieser Gefahr nicht auszusetzen, benutzt man in einem solchen Szenario die Market Order. Durch das fehlende Limit wäre der Auftrag in unserem Beispiel bei $ 85 15/16 ausgeführt worden und wir hätten diesen Gewinn sichern können.

Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass auch gleich eine limitierte Order unterhalb des letzten Angebotskurses zu dem gleichen Ergebnis geführt hätte. Was aber wäre gewesen, wenn die Aktie schneller gefallen wäre und der nächste Angebotskurs deutlich unter dem letzten gelegen hätte? Wir hätten mit immer neuen Orders dem Markt solange nach unten folgen müssen, bis wir die Aktie endlich hätten verkaufen können. Ein solches Dem-Markt-Hinterherjagen kann schnell dazu führen, dass man aus einer Gewinnposition in eine Verlustposition gerät. Es gehört zu den Dingen, die man auf jeden Fall vermeiden sollte.

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Grundsätzlich geben limitierte Order dem Investor die Möglichkeit, ein vorher festgesetztes Preisniveau zu garantieren, allerdings erkauft er sich diesen Vorteil mit dem Risiko, das von ihm vorgegebene Preisniveau nicht zu erreichen.

Limitierte Order umfassen folgende Arten:

Buy Limit Order

Die einfachste aller Limit Order, die Buy Limit Order, benutzt man, wenn man vor dem Kauf einer Aktie den maximalen Kaufpreis festlegen will. Der Investor schützt sich mit dieser Order vor zu hohen Preisen. Übersteigt der Aktienkurs den vom Anleger vorher festgelegten Preis, wird die Aktie solange nicht gekauft, bis der Kurs der Aktie wieder bis auf dieses Maximum zurückgefallen ist. Der Nachteil besteht darin, dass der Investor eine Aktie nicht bekommt, die sein Kauflimit im Verlauf der Börsensitzung überstiegen hat und nicht wieder auf dieses Niveau zurückfällt.

Diese Methode lässt sich strategisch sehr gut einsetzen, wenn man eine Aktie in einem schwachen Markt kaufen, sich aber gleichzeitig gegen einen zu hohen Kurs an einem starken Tag an der Börse absichern will.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, AMZN (Amazon.com) sei seit Tagen auf dem Rückzug und momentan bei $75 notiert. Der Investor setzt als Kauflimit $ 75 ein. Da bei AMZN häufig eine Intraday range von $ 10 und mehr auftreten kann, schützt er sich mit dem eingesetzten Kauflimit von $ 75 gegen einen Kauf der Aktie zu allen Preisen oberhalb von $ 75 und damit gegen den Kauf der Aktie bei einem Ausrutscher nach oben. Eine solche Order kann auch an deutschen Börsen verwendet werden.

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Sell Limit Order

Eine weitere häufig benutzte Limit Order ist das genaue Gegenstück zu der gerade beschriebenen Buy Limit Order, nämlich die Sell Limit Order. Bei dieser Ordermethode gibt der Investor den maximalen Preis an, zu dem er gewillt ist zu verkaufen. Das gesetzte Verkaufslimit schützt in diesem Fall vor zu niedrigen Ausführungskursen bei dem Verkauf einer Aktie. Üblicherweise wird man diese Orderart dann einsetzen, wenn man mit der gekauften Aktie schon einen Gewinn erzielt hat, den man beim Verkauf nun schützen möchte. Fällt die Aktie in einem schwachen Markt unter das vonm Investor gesetzte Limit, so wird sie nicht verkauft. Als Beispiel muss wieder die schon bekannte AMZN herhalten. Angenommen, der Daytrader konnte AMZN zu $ 75 kaufen und wenige Minuten später ist die Aktie auf nunmehr $ 76 gestiegen. Um den Trade erfolgreich abzuschließen und den Gewinn zu verbuchen, entschließt sich der Trader zum Verkauf der Aktie. Da er aber nicht gewillt ist, den Market Makern die Chance zu einem für ihn geringeren Ausführungskurs zu geben, setzt er ein Verkaufslimit von $ 76 oder etwas darunter (Im Normalfall bleibt man etwas unter dem aktuellen Limit, um die Chancen der Ausführung zu erhöhen). Jedoch ist im Daytradingbereich beim Einsatz dieser Orderart Vorsicht geboten, da hiermit nur bei immer noch starkem Kaufdruck Erfolgsaussichten bestehen. Andernfalls benutzt der Daytrader eine Market Order für das Erreichen seines Zieles. (Siehe auch Market Order)

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Buy Stop Order

Auch bei dieser Orderart wird im Voraus ein Limit festgesetzt, aber anders als beim einfachen Kauflimit liegt das mit der Buy Stop Order gesetzte Limit über dem aktuellen Marktpreis. Hier will der Investor nicht gegen zu hohe Kurse vorsorgen, sondern erst dann eine Aktie kaufen, wenn sie einen bestimmten höheren Level erreicht hat. Man benutzt eine solche Order, wenn man bei einem Ausbruch nach oben aus einer Tradingrange eine Aktie kaufen möchte. Eine weitere Besonderheit bei der Anwendung einer Buy Stop Order: Wird der festgelegte Limitpreis erreicht, so verwandelt sich die Buy Stop Order automatisch in eine Market Order und wird zum nächsten erreichbaren Kurs ausgeführt. Es entsteht also ein gewisses Risiko, besonders in einem sich sehr schnell nach oben bewegenden Markt. AMZN dient wieder einmal als Beispiel. Die Aktie befindet sich in einer angenommenen Trading Range zwischen $ 70 und $ 75 und der Investor entscheidet, sie erst dann zu kaufen, wenn sie die Tradingrange mit einem erreichten Kurs von mindestens $ 77 nach oben verlässt. In diesem Fall wird die Aktie nun gekauft, ohne dass Sie ständig beobachtet werden muss. Wird der Kurses von $ 77 erreicht, verwandelt sich die Buy Stop Order automatisch in eine Market Order und wird dann zum nächsten erreichbaren Kurs ausgeführt.

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Sell Stop Order

Analog zur Buy Stop Order wird bei der Sell Stop Order das Limit unterhalb des momentan gehandelten Kurses angesiedelt. Diese Orderart setzt man auch gerne als automatische Stop Loss Versicherung ein, da auch bei dieser Methode die Limit Order sich bei Erreichen des Limits automatisch in eine Market Order verwandelt und somit schnellstmöglich ausgeführt werden kann. Triggert der Kurs also das gesetzte Limit, so stellt sich die Position umgehend glatt. Natürlich entsteht auch bei dieser Umwandlung in eine Market Order wieder das Risiko, dass die Market Order durch das Slippage zu einem schlechteren Kurs ausgeführt wird, aber der Investor stellt so gut wie sicher, die Position zu verlassen. Man kann diese Methode also dann anwenden, wenn man die jeweilige Aktie nicht ständig beobachten, auf jeden Fall aber verlassen möchte, sollte sie über das vorher gesetzte Limit hinaus gegen einen laufen.

Zur Veranschaulichung wählen wir wieder ein AMZN-Beispiel: Die Aktie wurde zum Preis von $ 77 gekauft und der Investor setzt als Limit nun $ 74 als Kurs, zu dem die Position auf jeden Fall glattgestellt werden soll. Fällt nun die Aktie, passiert solange nichts, wie die Aktie über dem gesetzten Limit von $ 74 notiert; erreicht Sie jedoch das Limit von $ 74, so wandelt sie sich in eine Market Order um und wird daraufhin schnellstmöglich vom Broker ausgeführt.

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Buy Stop Limit Order

Bei der Buy Stop Limit Order werden zwei Limits gesetzt. Man kann diese Order in zwei unterschiedliche Limit Order teilen: die Buy Stop Order und die Buy Limit Order.

Zunächst wird ein Limit oberhalb des momentan gehandelten Kurses gesetzt, das die Order aktiviert und den Kauf der zugrunde liegenden Aktie ausführt. Wenn es erreicht wird, verwandelt sich die Order in eine normale Limit Order und wird ausgeführt, solange sich der aktuelle Aktienkurs innerhalb der beiden Limits bewegt. Der Grund für eine solche Order ist der Schutz vor einer sich zu schnell bewegenden Aktie. Einerseits möchte der Investor die Aktie erst bei Erreichen eines höheren Kurses kaufen; andererseits möchte er sich aber schützen, sollte der Markt so volatil sein, dass das gesetzte Limit innerhalb von Sekundenbruchteilen weit übertroffen wird.

Man benutzt diese Order auch für Käufe zu Beginn der Börsensitzung, weil Aktien manchmal mit einem großen Sprung nach oben öffnen. Angenommen, AMZN steht am Beginn einer durch hohes Momentum gekennzeichneten Bewegung und könnte außerdem ein neues Tageshoch erreichen. Sie kostet $ 75 und unser Investor entscheidet sich, die Aktie erst bei Erreichen von $ 76 zu kaufen. Er will aber vermeiden, die Aktie für mehr als $ 77 zu kaufen. In diesem Fall würde er eine Buy Stop Limit Order mit einem Stop von $ 76 eingeben, der die Order triggert, mit einem Limit von $ 77 , welches das Risiko begrenzt.

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Sell Stop Limit Order

Diese Order ist das genaue Gegenstück zur Buy Stop Limit Order. Hierbei werden jedoch die beiden Limits unterhalb des Marktes gesetzt. Die Zielsetzung ist aber auch hier die gleiche. Der Investor möchte bei Erreichen eines bestimmten niedrigeren Kurses verkaufen, sich jedoch durch das Setzen eines zweiten Limits gegen allzu hohe Verluste schützen.

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Trailing Stop Order

Der Trailing Stop ist ein sogenannter Schlepp-Stop. Das heißt, dass die Stop Order um einen bestimmten Betrag der Aktie automatisch nachgezogen wird, sobald die Aktie nach Eingabe des Stops ein neues Hoch (Long Position) oder ein neues Tief (Short Position) erreicht hat.

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Technische-Analyse

Technische Analyse


Charttechnik – Worum geht es überhaupt?

Historische Verläufe von Finanzinstrumenten und Wirtschaftsdaten (Aktien, Optionen, Futures, Indizes, Devisen, Zinsen, Arbeitsmarktdaten, Inflationsraten usw.) lassen sich graphisch darstellen. Dazu können, abhängig von der zur Verfügung stehenden Software und den erfassten Daten, verschiedene Zeithorizonte (intraday, daily, weekly usw.) und verschiedene Darstellungsarten (Linienchart, Balkenchart, Candlestick-Chart, Point & Figure-Chart u.a.) gewählt werden.

Trendlinien & Trendkanäle

Sinn der Chart-Darstellung ist es, aus den historischen Verläufen Anhaltspunkte für die Wahrscheinlichkeit der nächsten Bewegung(en) zu erhalten. Durch Verbinden der signifikanten Tiefs(Hochs) in einer Aufwärts(Abwärts)bewegung mittels einer geraden Linie erhalten wir Trendlinien. Über- bzw. unterschreitet der Kursverlauf diese Linie, sehen Charttechniker einen „Trendlinienbruch“ mit der Wahrscheinlichkeit einer weiteren Bewegung in die gerade angenommene Richtung. Tut der Kurs das nicht und kehrt über die Trendlinie wieder in den ursprünglichen Trend zurück, spricht man von „Bullenfalle“ bzw. von „Bärenfalle“.

Trendkanäle erhält man durch Zeichnen einer Parallelen zur Trendlinie, die bei Aufwärtsbewegungen die signifikanten Hochs, bei Abwärtsbewegungen die signifikanten Tiefs miteinander verbindet. Oftmals kann beobachtet werden, dass sich ein Kursverlauf innerhalb solcher Trendkanäle bewegt.

Was sagt diese Wellenbewegung aus? Es ist wichtig, die Marktbewegungen, die sich hinter den Chart-„Bildchen“ versteckt, im Prinzip zu verstehen. Nehmen wir eine Aufwärts-Wellenbewegung in einem Trendkanal: Zuerst herrscht Kaufdruck. Viele Marktteilnehmer schätzen z.B. den Kurs einer Aktie momentan als günstig ein, vielleicht infolge unerwartet guter Gewinnmeldungen für ein Quartal. Sie treten als Käufer auf. Diejenigen, die die Aktie gerade besitzen, wollen die Aktie zu dem aktuellen Preis nicht verkaufen, da sie natürlich auch von der Unternehmensmeldung gehört haben. Er herrscht also eine größere Nachfrage an Aktien als das aktuelle Angebot hergibt. Potentielle Käufer, die nicht mit Aktien bedient werden können, bieten einen höheren Preis, um Verkäufer zu locken. Tatsächlich finden sich Verkäufer, die bereit sind, Aktien zu diesem höheren Preis abzugeben (aus den unterschiedlichsten Motivationen wie Gewinnmitnahmen, Umschichtungen etc.). Der gehandelte Kurs steigt. Noch immer sind aber weit mehr willige Käufer im Markt als willige Verkäufer zum neuen aktuellen Preis. Einige Käufer bieten wieder einen höheren Preis für die Aktie, worauf sich wieder einige Verkäufer finden. Der Kurs steigt weiter. Durch die Aufwärtsbewegung des Kurses werden weitere potentielle Käufer auf die Aktie aufmerksam, der Kaufdruck steigt und führt nach genanntem Prinzip zu immer höheren Kursen. Irgendwann dreht das Sentiment, d.h. der immer weiter steigende Kurs wird von immer mehr Verkäufern als attraktiv bewertet und von immer weniger Käufer als gute Einstiegsgelegenheit angesehen. Angebot und Nachfrage halten sich irgendwann die Waage, der Kurs stagniert. Die Käufer, die zuerst gekauft haben, sind zum Teil vielleicht kurzfristig orientierte Trader, die einen schönen Kursanstieg sehen und sich nun auf die Verkäufer-Seite schlagen. Das Verhältnis Angebot zu Nachfrage kippt und es gibt auf einmal zum aktuellen Kurs mehr willige Verkäufer im Markt als Käufer. Die ersten Verkäufer können nicht mehr mit Geld für ihre Aktien bedient werden und senken ihren Preis, bis sich wieder willige Käufer finden. Der Kurs fällt. Aus Angst, dass der Kurs noch weiter fallen wird, möchten immer mehr Verkäufer noch „zu einem guten Preis“ ihre Buchgewinne realisieren. Die Anzahl der Verkäufer steigt. Käufer, die beim zwischenzeitlichen Höchstkurs gekauft haben, bekommen Angst, dass sie weiter in die Verlustzone geraten und realisieren ihre Stop Loss Order. Die Anzahl der Verkäufer steigt. Jetzt gibt es weit mehr Verkäufer im Markt als Käufer und die ersteren bieten ihre Aktien zu immer tieferen Preisen an. Nach und nach zeigen sich immer mehr willige Käufer, da der Kurs für diese ja attraktiver wird. Das Verhältnis Käufer zu Verkäufer gleicht sich wieder aus und kehrt sich schließlich wieder um.

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Daytrader

Daytrader als „Wellenreiter“

Das auf der Seite „Trendlinien und Trendkanäle“ beschriebene Marktprinzip gilt sowohl für das Trading im Allgemeinen als auch für das Daytrading. Die genannten Umkehrpunkte befinden sich oft dort, wo der Kurs auf die Trendlinie oder seine Parallele stößt. Letztlich kann diese Wellenbewegung aufwärts, abwärts oder seitwärts gerichtet sein. Dementsprechend erhalten wir bei der Chartanalyse einen aufwärtsgerichteten, abwärtsgerichteten oder seitwärtsgerichteten Trendkanal. Daytrader versuchen diese „historische Wahrscheinlichkeit“ für sich zu nutzen „Wellenreiten“ von Daytradern bedeuten, dass sie versuchen, bei den zwischenzeitlichen Tiefs im Trendkanal zu kaufen und bei den zwischenzeitlichen Hochs zu verkaufen (bei Aufwärtsbewegung).

Das geschilderte Marktprinzip verdeutlicht, dass es von großem Nutzen ist, darüber Bescheid zu wissen, wo und mit welcher Kraft sich die Käufer/Verkäufer im Markt befinden.

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Chartanalyse

Charts sind nicht die ganze Wahrheit

Bei jeder technischen Chartanalyse sollte man die zugrunde liegenden Marktgeschehnisse verstehen. Diese Einstellung gegenüber der Chartanalyse hat wichtige Vorteile: Man erkennt ihre Grenzen. Charttechnische Puristen laufen immer Gefahr, kostspieligen Fehleinschätzungen zu unterliegen. Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Die bedeutendsten Handelssignale ergeben sich bei:

  • Trendlinienbruch
  • Doppel-Bottom (W-Formation)
  • Doppel-Top (M-Formation)
  • Ausbrüche aus seitwärts gerichteten Trendkanälen
  • Kurslücken (gaps)
  • Umkehr im Trendkanal

Schulter-Kopf-Schulter-Formationen, Wimpel und Flaggen kommen seltener vor. Besonders starke charttechnische Signale für das Daytrading erhält man, wenn verschiedene Signale kombiniert werden. Ein sehr starkes Signal ist ein Trendlinienbruch nach einem Doppel-Bottom oder Doppel-Top. Geschieht der Bruch unter ansteigendem Volumen, also mit einem dynamischen Moment, kann hier immer ein Scalp plaziert werden, der unter Umständen auch in einen starken Daytrade umgewandelt werden kann. Nur soviel: Das Prinzip ist immer an der Kombination verschiedener Elemente ausgerichtet, wovon die Charttechnik nur eines ist.

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Candlestick Charts

Eine weiße Kerze kennzeichnet einen steigenden Kurs in der dargestellten Periode. Der Kurs eröffnet an der unteren Körperbegrenzung, läuft dann innerhalb der Periode zwischen den Spitzen der Schatten hin- und her und schließt an der oberen Körperbegrenzung.

Die schwarze Kerze steht für fallende Kurse; hier eröffnet der Kurs am oberen Kerzenrand und schließt an der unteren Kerzenbegrenzung. Schatten kennzeichnen gegebenenfalls die Kursspitzen, die außerhalb der Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs festgestellt wurden.

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Indikatoren

Indikatoren sind, „Anzeiger“, „Hinweisgeber“. Man benutzt sie bei der Analyse, um Handelssignale zu erkennen oder zu bestätigen. Indikatoren werden nach einem jeweils definierten mathematischen Algorithmus, der sich auf bestimmte Basisdaten bezieht (z.B. historische Schlusskurse einer Aktie), zumeist als Linie oder Histogramm dargestellt. Bestimmte Parameter, wie zurückliegende Perioden, die erfasst werden sollen, sind individuell definierbar. Die Anzahl der Indikatoren geht in den dreistelligen Bereich. Die gebräuchlichsten Indikatoren sind folgende:

  • Gleitende Durchschnitte (Moving Averages)
  • RSI, der Relative-Stärke-Index (Wilder)
  • Momentum
  • Stochastik
  • ADX (Average Directional Movement Index)
  • MACD (Moving Average Convergence Divergence)

Die Gleitenden Durchschnitte zeigen den Durchschnittswert der letzten X-Daten (hier kann die Bedeutung der Daten auch noch gewichtet werden). Eine Reihe von Handelssystemen basiert auf der Kreuzung von Gleitenden Durchschnitten mit verschiedenen Perioden untereinander oder mit dem Kurs.

Der RSI berechnet die relative Stärke der Bewegung und zeigt überkaufte bzw. überverkaufte Bereiche an. Divergenzen und extreme Werte können eine Trendumkehr anzeigen. Das Momentum zeigt ebenfalls eine relative Veränderung der Bewegung an. Auch zeigen Konvergenzen Trendbestätigungen und Divergenzen mögliche Trendumkehrungen an.

Die Stochastik zeigt überkaufte und überverkaufte Situationen an, funktioniert aber nicht in stark trendenden Märkten. Er wird zum Beispiel eingesetzt für das „Wellenreiten“ in einem seitwärts gerichteten Trendkanal.

Der ADX wird zur Bestimmung der Trendstärke eingesetzt. Je höher sein Wert, um so ausgeprägter ist der aktuelle Trend. Ein Handelssystem kann mit dem ADX als Filter die Gewichtung von einzelnen Indikatoren verändern. Z.B ADX > 20 führt dazu, dass Signale von gleitenden Durchschnitten übergewichtet und Stochastik-Signale untergewichtet werden vice versa.

Bei der Anwendung der Indikatoren ist wie bei der Charttechnik zu beachten, dass sie nur in Kombination mit anderen Variablen gesehen werden dürfen. Vor allem ist auch hier wieder das Umsatzvolumen zu nennen. Immer wieder kommt es zu Übertreibungen und Untertreibungen im Marktgeschehen. Um diese zu identifizieren, sind solche Indikatoren hilfreich, die eine überkaufte bzw. überverkaufte Situation signalisieren. Als Faustregel gilt: Werden die identifizierten Marktsituationen durch steigendes Umsatzvolumen begleitet, verstärkt dies das Signal.

Die Bedeutung von Charttechnik und Indikatoren wird dadurch bestärkt, dass sie das Element einer „self-fullfilling-prophecy“, einer „selbsterfüllenden Prognose“ in sich tragen. Viele Marktteilnehmer, ob Profis oder Kleinanleger, verfolgen die Charts und die Indikatoren. Besonders bei der Charttechnik ist der gemeinsame Nenner, sprich die gemeinsame Betrachtungsweise, oftmals groß (bei den Indikatoren weniger, da hier die Setzung der Parameter noch individueller ist). Dies führt zu Marktbewegungen, die von fundamentalen Überlegungen abgekoppelt sind: Es wird gekauft oder verkauft, weil ein technisches Signal (z.B. Trendlinienbruch) eingetreten ist. So kommen Trader, welche die Charttechnik ignorieren, ganz schnell „unter die Räder“, weil die anderen Marktteilnehmer sich nicht an den von ihnen gefundenen fundamentalen Erkenntnissen ausrichten: eine katastrophale Entwicklung. Den charttechnischen Puristen geht es aber kaum anders, da sie ebenfalls die Gesamtheit des Marktes ignorieren. Der Mittelweg ist, wie so oft, auch hier die beste Lösung. Aber diesen persönlichen Weg herauszubilden braucht Geduld, Zeit und Einsicht.

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Traderlexikon

Traderlexikon


A

Ad hoc
Nach § 15 des Wertpapierhandelsgesetzes sind börsennotierte Aktiengesellschaften verpflichtet, kursbeeinflußende Unternehmensmeldungen zu publizieren. Diese Meldungen werden Ad hoc-Meldungen genannt.

AG
AG steht für Aktiengesellschaft. Die AG ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, eine sogenannte juristische Person. Die Gesellschafter (Aktionäre) sind mit ihren Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt. Sinn einer AG ist es, durch Ausgabe von Aktien größere Geldsummen für Investitionen etc. zu beschaffen und das Unternehmerrisiko möglichst weit zu verteilen. Das durch die Ausgabe von Aktien eingesammelte Geld steht der AG als Eigenkapital zur Verfügung, die AG nimmt somit keinen Kredit auf.

AGB
AGB steht für Allgemeine Geschäftsbedingungen. So werden die Bestimmungen genannt, die das Geschäftsverhältnis zwischen Kunden und Firmen regeln. Abweichungen sind nach Zustimmung möglich, müssen allerdings schriftlich festgelegt werden.

Aktie
Die Aktie ist ein Wertpapier, welches ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft festlegt und verbrieft. Eine Aktie ist körperlich unterteilt in Mantel, Dividendenscheinbogen und Erneuerungsschein (zum Bezug neuer Dividendenscheinbögen). Es gibt verschiedene Aktienformen wie z.B. Stammaktien, Vorzugsaktien.

Aktiengesellschaft
Die Aktiengesellschaft ist ein Unternehmen, an welchem deren Teilhaber (Aktionäre) über den Kauf von Aktien am Grundkapital dieser Firma beteiligt sind. Die Gesellschafter haften lediglich bis zur Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber mit dem übrigen Vermögen. Sinn einer AG ist es, durch Aktienausgabe größere Geldsummen für Investitionen etc. zu erhalten. Durch die Ausgabe von Aktien erhält die AG Eigenkapital, somit muss kein Fremdkapital aufgenommen werden, um Investitionen finanzieren zu können.

Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder einzelner Teilsegmente angibt und deren Kursentwicklung gebündelt wiederspiegelt.. Wichtige Aktienindizes sind z.B. der Dax in Deutschland, Dow Jones und Nasdaq in den USA oder der Nikkei in Japan.

Aktienkurs
Der Aktienkurs ist der Preis, zu welchem eine Aktie an der Börse gehandelt wird (sowohl Kauf, als auch Verkauf). Der Kurs wird ermittelt durch Angebot und Nachfrage. Skontoführer oder Marketmaker sorgen in nicht besonders liquiden Aktien für Handelbarkeit und stellen hier Kauf- und Verkaufskurs.

Aktienoption
Eine Aktienoption berechtigt entweder zum Kauf oder Verkauf einer Aktie innerhalb einer bestimmten Frist bei vorher vereinbartem Preis. Der Käufer erwirbt das Recht eine Aktie zu kaufen oder zu verkaufen.

Aktiensplit
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer Aktie in mehrere Anteile. Er dient vor allem der optischen Verbilligung des Aktienkurses und damit der besseren der Handelbarkeit der jeweiligen Aktie. Wird z.B. ein Split 2:1 durchgeführt, erhält der Aktionär für 1 alte 2 neue Aktien, der Kurs halbiert sich. Sein Anteil am Gesamtkapital der AG bleibt unverändert genauso wie der Gesamtwert seiner Aktienposition. Das Vermögen der Gesellschaft verteilt sich auf mehr Aktien als vorher.

Aktionär
Ein Aktionär ist durch den Besitz von Aktien einer AG deren Miteigentümer. Rechte und Pflichten des Aktionärs sind im Aktiengesetz geregelt. Er hat Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung, ein Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen und i.d.R. auf ein Stimmrecht in der Hauptversammlung. Hauptinteresse des Aktionärs ist es i.d.R. aber am Aktienkurs der AG zu partizipieren.

Amerikanische Option
Eine Amerikanische Option kann während der gesamten Optionslaufzeit ausgeübt werden.

AMEX
American Stock Exchange, nach der New York Stock Exchange und der Nasdaq die dritt wichtigste Wertpapierbörse der USA.

Anleihe
Eine Anleihe ist eine festverzinsliche Schuldverschreibung. Es gibt öffentliche Anleihen (Bund, Kommunen etc.), Pfandbriefe (Anleihen von Hypothekenbanken) und Industrieobligationen, die von Industrieunternehmen ausgegeben werden. Anleihen sind i.d.R. an der Börse frei handelbar und die Kurs schwanken nach Angebot und Nachfrage sowie anhand des allgemeinem Zinsniveaus. Bei steigendem Zinstrend fallen die Anleihen, bei fallendem Zinstrend steigen sie.

Arbitrage
Arbitrage ist die Ausnutzung von Kursdifferenzen desselben Wertpapiers an verschiedenen Börsen zum gleichen Zeitpunkt. An der Börse mit dem niedrigeren Kurs versucht man zu kaufen, um an der Börse mit dem höheren Kurs zu einem höheren Preis zu verkaufen und so einen minimalen Kursunterschied zwischen beiden Börsen auszunutzen.

Ask
Englischer Begriff für den Angebotskurs ( in Deutschland Brief-Kurs), zu diesem Preis versucht ein verkaufswilliger Anleger ein Wertpapier zu verkaufen.

Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist das höchste Kontrollorgan einer AG. Er überwacht und berät den Vorstand, greift selbst aber nicht in die Geschäftsleitung ein. Der Aufsichtsrat setzt den Vorstand ein und entlässt diesen auch.

Aussetzung
Die Börse kann den Handel eines einzelnen Wertpapiers für einen beschränkten Zeitraum aussetzen. Dies passiert z.B. bei besonders unvorhergesehenen Ereignissen, die ungewöhnliche hohe Kursschwankungen nach oben oder unten zur Folge haben können, wie z.B. die Meldung eines besonders großen Verlustes in der Bilanz oder die Insolvenz der AG. Die Aussetzung des Handels dient dem Schutz der Anleger.

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B

Basispreis
Der Basispreis ist der Kurs, zu dem der Basiswert am Ende der Laufzeit ( europäische Option )oder während der Laufzeit ( amerikanische Option ) bezogen werden kann. Der Basispreis wird auch als Ausübungspreis oder im englischen als Strike-Preis bezeichnet.

Basiswert
Der Basiswert eines Derivats ist ein Vermögensgegenstand wie z.B. ein Wertpapier oder ein Aktienindex, dem das Derivat zugrunde liegt und nach dessen Kursentwicklung sich auch die Kursentwicklung der Derivats richtet.

Bestens
Im deutschen Börsenumfeld wird eine unlimitierte Verkaufsorder als „bestens“ bezeichnet. Die Verkaufsorder soll zum nächst gehandelten Kurs ausgeführt werden, dieser kann deutlich über oder unter dem letzten Kurs liegen.

Bid
Englischer Begriff für Nachfragekurs bzw. Kaufangebot ( in Deutschland Geld-Kurs ), zu diesem Preis versucht ein kaufwilliger Anleger ein Wertpapier zu kaufen.

Bilanz
Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung der Aktiva ( Vermögenswerte bzw. Mittelverwendung ) und Passiva ( Schulden bzw. Mittelherkunft ) eines Unternehmens als Ergebnis der Buchführung. Gesetzliche Vorschriften finden sich vor allem im HGB sowie im Bilanzrichtliniengesetz.

Billigst
Im deutschen Börsenumfeld wird eine unlimitierte Kauforder als „billigst“ bezeichnet. Die Kauforder soll zum nächst gehandelten Kurs ausgeführt werden, dieser kann deutlich über oder unter dem letzten Kurs liegen.

Börse
An Börsen werden Angebot und Nachfrage von Anlegern für jegliche Art von Wertpapieren und Derivaten zusammengeführt. Sogenannte Skontroführer und Kursmakler sorgen für einen geregelten Ablauf und führen Käufer sowie Verkäufer zusammen. Wichtige internationale Börsen für Aktien befinden sich u.a. in New York, London, Frankfurt und Tokio, für Derivate in Frankfurt, London, New York und Chicago.

Bonität
Die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers wird als Bonität bezeichnet. Die Prüfung börsennotierter Unternehmen wird u.a. durch sogenannte Ratings vorgenommen. Die bekanntesten Ratingagenturen sind Standard & Poors und Moodys.

Briefkurs
Angebotskurs ( im englischen Ask-Kurs), zu diesem Preis versucht ein verkaufswilliger Anleger ein Wertpapier zu verkaufen.

Broker
Englischer Begriff für Personen oder Firmen, die gewerbsmäßig Wertpapier- oder Derivategeschäfte für fremde Rechnung ausführen.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Am 01.05.2002 wurde aus dem ehemaligen Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen und dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel die neue Behörde BaFin ( Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ) geschaffen, die für die Bankenaufsicht, den Wertpapierhandel und das Versicherungswesen zuständig ist. Das BaFin reguliert und kontrolliert sämtliche Anbieter in diesen Bereichen.

Bund Future
Der Bund Future ist ein an der Eurex in Frankfurt börsentäglich handelbarer Terminkontrakt auf eine fiktive zehnjährige deutsche Bundesanleihe.

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C

CAC 40
Abkürzung für Compagnie des Agents de Change 40 Index, Index der Pariser Wertpapierbörse, der die vierzig umsatzstärksten Aktien des französischen Aktienmarktes wiederspiegelt.

Cash-Settlement
Ausgleich von Gewinn oder Verlust in bar bei physisch nicht erfüllbaren Termingeschäften wie z.B. Futures und Optionen auf Indizes.

CFD – Contracts for Difference

deutsch Differenzkontrakte genannt, stellen eine für Privatanleger neue Generation von Wertpapieren dar, die bereits seit ca. 20 Jahren von Banken und Finanzinstitutionen für Handelsstrategien eingesetzt werden. Sie bilden eine Alternative für aktive Aktienhändler, da CFDs mit einem Bruchteil des eigenen Handelskapitals in sämtlichen größeren Aktientiteln der europäischen, amerikanischen und asiatischen Börsen gekauft und leerverkauft werden können. Ziel ist es dabei, die Differenz aus Eröffnungs- und Schließungskurs der jeweiligen Positionen zu erwirtschaften.

CFD-Positionen werden auf Margin, d.h. unter Aufbringung einer geringen Sicherheitseinlage gehandelt (zumeist 10% Margin).

Käufe wie Leerverkäufe in Aktien sind über CFDs gleichermaßen möglich. Der Händler kann somit an allen Marktphasen gewinnbringend partizipieren.

CFDs sind keine Termingeschäfte – weder ist ihre Laufzeit begrenzt noch gibt es einen Zeitwertverfall.

Die handelbaren Kurse der CFDs entsprechen denen der zugrundeliegenden Aktien, ihre Ausführung erfolgt zum größten Teil direkt an der jeweiligen Heimatbörse.

Durch die Direktabwicklung an der Börse verfügen CFDs über dieselbe Liquidität der zugrunde liegenden Aktien an der jeweiligen Heimatbörse. Dies bedeutet größtmögliche Verfügbarkeit der Stückzahlen bei bestmöglichen Ausführungspreisen.

CFDs unterliegen keiner komplexen Preisbildung wie z.B. Optionsscheine – ihre Preisbildung entsprechen den Standards äußerster Transparenz

CFTC
Abkürzung für Commodity Futures Trading Commission. Diese Aufsichtsbehörde kontrolliert und reguliert sämtliche Transaktionen an den US-Futures- und Rohstoff-Börsen.

Chart
Graphische Darstellung des Verlaufs eines Börsenkurses, sie sind die Grundlage für die technische Analyse von Börsenkursen, die mit diversen Unterstützungsmitteln wie Fibonacci, MACD etc betrieben wird, um zu versuchen zukünftige Kursentwicklungen vorherzusagen.

Clearing
Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Marktteilnehmern sowie Abwicklung, Austausch und Verrechnung von Wertpapier- und Derivatetransaktionen.

Commodity
Englischer Begriff für Future-Kontrakte auf Rohstoffe, sogenannte Warentermingeschäfte.

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D

DAX
Der Deutsche Aktienidex enthält die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktiengesellschaften. Die Kriterien für die Gewichtung der Aktien sind Börsenumsatz, Marktkapitalisierung und der Anteil der frei umlaufenden Aktien des Unternehmens.

Derivate
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Preisentwicklung maßgeblich an die Preisbewegung eines anderen Finanzinstruments gebunden ist, z.B. einer Aktie oder eines Index. Das Derivat verkörpert das Recht oder die Pflicht das zugrundeliegende Finanzinstrument zu beziehen. Derivate zeichnen sich durch Ihre unterschiedliche Produktausgestaltung aus, z.B. die Laufzeit, Bezugsverhältnis, Hebel etc.

Designated Sponsors
Ein Designated Sponsor hat die Aufgabe in einzelnen Wertpapieren durchgehend für Liquidität zu sorgen. Er stellt durchgehend An- und Verkaufskurse um somit bei meist umsatzschwachen Aktien für eine vernünftige Handelbarkeit zu sorgen.

Devisen
Devisen sind ausländische Währungen in Buchgeld.

Devisen-Future
Ein Devisen-Future ist ein börsennotierter Terminkontrakt, der den Inhaber verpflichtet zu einem bestimmten Termin die festgelegte Menge der Devise zu einem festen Preis entweder zu kaufen oder zu verkaufen.

Devisenkassageschäft
Anders als beim Devisen-Future wird beim Kassa-Geschäft die Währung selbst gehandelt , und zwar am sogenannten Forex-Markt. Hier handeln Banken und Brokerhäuser untereinander über elektronische Plattformen oder via Telefon.

Devisentermingeschäft
Bei einem Devisentermingeschäft liegt die reale Anschaffung der Devisen bei einem festgelegten zukünftigen Termin, der Vertrag wird aber sofort geschlossen.

Dividende
Anteil am Gewinn der AG, der an den Aktionär pro Aktie ausgeschüttet wird.

Dividendenabschlag
Am Tag nach Zahlung der Dividende wird der Aktienkurs um die Höhe der Dividende herabgesetzt.

Dow Jones Industrial Index
Der Dow Jones Industrial-Index, der von der Firma Dow Jones herausgegeben wird, beinhaltet den Kursverlauf der 30 größten börsennotierten Aktiengesellschaften der USA und ist der weltweit bekannteste und wichtigste Börsenindex, der als weltweiter Leitindex angesehen wird. I.d.R. orientieren sich auch die europäischen Märkte am Folgetag am Verlauf des Dow Jones-Index.

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E

Eigenkapital
Als Eigenkapital wird das Kapital bezeichnet, welches der AG von deren Aktionären zur Verfügung gestellt wird. Es fließt in die Gesellschaft ein für Investitionen und zur Stärkung der finanziellen Situation. Eigenkapital ist kein Kredit und muss nicht an die Aktionäre zurückgezahlt werden.

Emission
Eine Emission ist die Ausgabe von Wertpapieren ( Aktien, Anleihen, Genusscheine etc. ) um dem emittierenden Unternehmen Eigenkapital (Aktien) oder Fremdkapital (Anleihen) zuzuführen. I.d.R. werden Emissionen von Banken durchgeführt, die die Wertpapiere bei institutionellen und privaten Anlegern platzieren.

Emittent
Ein Emittent ist der Herausgeber von Wertpapieren. Bei einer Emission erhält er die durch die Emission hereingeholten Gelder.

EPS
Abkürzung für den englischen Begriff „Earnings per share“, also Gewinn pro Aktie.

Eurex
Abkürzung für European Exhange, ehemals Deutsche Terminbörse (DTB) mit Sitz in Frankfurt. Größte Terminbörse der Welt, vollelektronischer Handel von Futures und Optionen. Hier werden unter anderem Dax und Bund-Future gehandelt.

Euribor
Abkürzung für „European Inter Bank Offered Rate“. Zinssatz am europäischen Finanzmarkt, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen.

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F

Federal Reserve
Die Federal Reserve ist die US-Notenbank, u.a. zuständig für die Zinspolitik der USA, vergleichbar mit der Europäischen Zentralbank EZB in Frankfurt.

Festverzinsliche Wertpapiere
Es handelt sich hierbei um Fremdkapital, welches zum Laufzeitende vom Emittenten zu 100 % an den Käufer zurückgezahlt werden muss. Es wird während der gesamten Laufzeit i.d.R. jährlich mit einem vorher festgelegten Satz verzinst. Festverzinsliche Wertpapiere werden i.d.R. an der Börse gehandelt, der Kurs kann während der Laufzeit beliebig schwanken.

Financial Futures
Als Financial Futures bezeichnet man alle Futures die sich auf Finanzprodukte beziehen, so z.B. Aktien, Indizes und Zinstitel.

Finanzmarktförderungsgesetz
Gesetz zur Modernisierung des deutschen Kapitalmarktes, es soll dem Anleger auch mehr Schutz und Transparenz bieten. Es dient auch der Deregulierung des Finanzmarktes.

Fonds
Ein Fonds ist eine Sammlung von verschiedenen Wertpapieren. Ein Fonds sammelt Gelder von Anlegern, um diese in Wertpapiere verschiedener Kategorien zu investieren. Er soll möglichst der Risikostreuung und damit Minimierung dienen. Neben Wertpapieren kann ein Fonds auch Derivate oder Immobilien enthalten.

FTSE 100
Bezeichnung für den wichtigsten britischen Leitindex für Aktien, ausgeschrieben „Financial Times Stock Exchange“, er beinhaltet die 100 wichtigsten Aktiengesellschaften aus Großbritannien.

Futures
Terminkontrakte auf Indizes, Devisen, Zinstitel oder Rohstoffe. Geschäftsabschluss erfolgt sofort, Ausübung des Geschäfts erfolgt zu einem zukünftigen Termin, beide Parteien gehen hierbei eine Verpflichtung ein.

Futures-Fonds
Future-Fonds legen das Geld der Anleger in Futures an und sind somit hochspekulativ. Anleger die hierin investieren steht ein sehr großes Risiko einem sehr großem potentiellen Ertrag gegenüber.

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G

Geld-Brief-Spanne
Bei jedem Börsengeschäft ( Aktien, Optionsscheine, Devisen, Futures, CFDs etc ) gibt es die sogenannte Geld-Brief-Spanne (Bid-Ask), den sogenannten „Spread“. Es handelt sich hierbei um die Differenz zwischen dem höchsten Kaufgebot und der niedrigsten Verkaufsofferte.

Geldkurs
Kaufgebot ( im englischen Bid-Kurs ), zu diesem Preis versucht ein kaufwilliger Anleger ein Wertpapier zu kaufen.

Gewinn je Aktie
Unternehmensgewinn geteilt durch die Anzahl der Aktien.

Glattstellen
Mit Glattstellen meint man das Eingehen eines Deckungsgeschäftes, um eine offene Position im Aktien- oder Derivatehandel zu schliessen, z.B. bei einer offenen Long-Position im Future den Verkauf desselben Futures, somit ist die Position ausgeglichen, oder glattgestellt ( flat ).

Good-till-cancelled
Orderart für alle Arten von Wertpapieren oder Derivaten. Die Order ist solange gültig, bis sie entweder ausgeführt oder durch den Kunden gelöscht wird.

Good-till-date
Orderart für alle Arten von Wertpapieren oder Derivaten. Die Order ist bis zum angegebenen Datum in der Order gültig.

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H

Hauptversammlung
Einmal jährlich stattfindende Zusammenkunft der Aktionäre einer Aktiengesellschaft. Hier werden wichtige Beschlüsse wie die Verwendung des Bilanzgewinns oder die Neuwahl des Aufsichtsrates gefasst. Die Unternehmensführung nimmt zum Verlauf des Geschäfts Stellung und erläutert zukünftige Schritte. Die Hauptversammlung dient auch zur Aussprache zwischen Unternehmensführung und Aktionären.

Hebel
Der Hebel gibt an, um den wie vielfachen Faktor sich ein Derivat ( z.B. Optionsscheine ) im Verhältnis zum zugrundeliegenden Basiswert bewegt.

Hedge
Mit Hedging meint man das Absichern von Risiken bei Börsenpositionen. Will man z.B. seine Aktienposition gegen sinkende Kurse absichern, kann man eine Put-Option kaufen, um somit bei fallenden Aktienkursen von dem Anstieg der Option zu profitieren. Somit sichert man sein Risiko ab.

Hedgefonds
Der Name Hedgefonds ist irreführend. Es handelt sich hierbei um Investmentfonds, dessen Ziel es ist durch das Eingehen möglichst großer Risiken ( z.B. Leeverkäufe, Handel mit Optionen und Futures ) möglichst große Gewinne zu erzielen. Dem großen Gewinnpotential steht hier ein großes Risiko gegenüber.

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I

Index
Ein statistischer Wert, der eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren oder Waren zusammenfasst, um deren Kursverlauf langfristig darzustellen. Somit kann man die Gesamtentwicklung eines Marktes oder Teilsegmentes besser nachvollziehen.

Initial Margin
Sicherheitsleistung bzw. Ersteinschuss-Zahlung, die vor der Aufnahme eines Future-Geschäfts vom Kunden bei einem Broker einzuzahlen ist.

IPO
Initial Public Offering, Ersteinführung einer Aktie auf dem Börsenmarkt.

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K

Kassageschäft
Die Ausübung des Geschäfts findet unmittelbar nach Vertragsabschluss statt.

Kassamarkt
Als Kassamarkt wird der Börsenmarkt bezeichnet, an dem effektive Wertpapiere gehandelt werden, deren Lieferung unverzüglich nach Vertragsabschluss fällig ist.

Kaufoption
Die Kauftoption ( Call-Option ) beinhaltet das Recht aber nicht die Pflicht, während der Laufzeit oder zum Ende der Laufzeit der Option das zugrundeliegende Wertpapier zu einem vorher festgelegten Kurs zu kaufen.

KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis – es spiegelt wieder, mit dem wie vielfachen des Gewinns die Aktie an der Börse bewertet wird. Berechnet wird es folgendermaßen : Aktienkurs dividiert durch den Gewinn pro Aktie. Bei einem KGV von 10 gilt eine Aktie als sehr günstig bewertet, 20 ist auch eine gute Bewertung, alles darüber betrachtet man als relativ gut oder zu hoch bewertet.

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L

Leerverkauf
Ein Anleger verkauft Wertpapiere, die sich gar nicht in seinem Besitz befinden; er leiht sich diese Wertpapiere von einer Bank oder einem Brokerhaus. Er setzt hierbei auf fallende Kurse. Um die Position wieder zu schließen, muss er die Wertpapiere wieder zurückkaufen; tut er dies bei einem tieferen Kurs, erzielt er Gewinn.

Leitzins
Ein von einer Zentralbank ( z.B. EZB oder US-Fed ) festgelegter Zinssatz für die Vergabe von Geld an Banken. Der Leitzins beeinflusst maßgeblich die Geldmarktzinssätze.

LIBOR
Abkürzung für London Inter Bank Offered Rate. Zinssatz am Londoner Finanzmarkt, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen.

LIFFE
London International Financial Futures Exchange, größte englische Futuresbörse, bedeutendste europäische Rohstoffbörse. Die Liffe ist hundertprozentige Tochter der europäischen Vierländerbörse Euronexxt.

Limit
Börsenauftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Derivats. Limit bedeutet, dass man einen bestimmten Preis angibt, der beim Kauf nicht überschritten bzw. beim Verkauf nicht unterschritten werden darf.

Liquidität
Barmittel, die sofort zur freien Verfügung stehen, um Rechnungen oder Schulden zu bezahlen oder um Investitionen zu tätigen.

Long
Englischer Begriff für das Halten einer Kaufposition in Wertpapieren, Derivaten und Devisen. Ist man long, setzt man auf steigende Kurse.

Lot
Mengeneinheit für einen Futures-Kontrakt.

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M

Maintenance Margin
Der Betrag, den man beim Offenhalten von Futures-Kontrakten als laufende Sicherheitshinterlegung im Konto haben muss.

Margin
Benötigte Sicherheitshinterlegung für das Eingehen von Termingeschäften.

Margin Call
Nachschussforderung des Brokers an den Kunden. Wenn das Kundenkonto durch einen entstandenen Verlust in einer offenen Position nicht mehr genug Guthaben aufweist, so dass nicht mehr genug Margin für das Offenhalten der Position vorhanden ist, muss der Kunde sein Konto entsprechend mit neuem Geld auffüllen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, schließt der Broker die Kundenposition.

Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtbörsenwert eines Unternehmens. Er ergibt sich aus der Multiplikation von Aktienkurs mit der Anzahl aller Aktien.

M-Dax
Die nach den 30 Dax-Werten 50 folgend größten Aktiengesellschaften in Deutschland bilden den M-Dax. Über Aufnahme in den Index entscheiden genau wie beim Dax Börsenumsatz, Marktkapitalisierung und der Anteil der frei umlaufenden Aktien.

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N

Vor- und nachbörslicher Handel
Vor öffiziellem Börsenbeginn und nach offiziellem Börsenschluss haben private ( i.d.R. per PC ) wie institutionelle Anleger die Möglichkeit per Telefonhandel oder über sogenannte ECNs ( Electronic Communication Networks ) Aktien zu handeln.

NASDAQ
Abkürzung für „National Association of Securities Dealers Automated Quotation System“. Die Nasdaq ist die weltweit größte elektronische Aktienbörse. Aktien werden hier ausschließlich elektronisch gehandelt, vorwiegend handelt es sich hierbei um Technologieaktien.

NYSE
Abkürzung für „New York Stock Exchange“, größte Wertpapierbörse der Welt, sie gilt als weltweite Leitbörse.

Nikkei-Index
Der Nikkei 225-Index ist der bedeutendste Börsenindex Asiens und spiegelt die bedeutendsten Aktien in Japan wieder.

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O

O-Dax
Bezeichnung für Optionen auf den Dax.

Open Contract
Offene Position im Futures- oder Optionsmarkt, die noch nicht durch ein Gegengeschäft geschlossen wurde.

Option
Eine Option beinhaltet für den Käufer das Recht aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Ware oder ein Wertpapier zu einem festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen werden i.d.R. standardisiert an Börsen gehandelt ( in Deutschland an der Eurex ) Der Herausgeber ( Schreiber ) der Option verpflichtet sich bei Ausübung der Option durch den Käufer bestimmte Waren/Wertpapiere an den Optionsinhaber zu kaufen oder zu verkaufen zum festgelegten Preis. Kaufoptionen bezeichnet man als Calls, Verkaufsoptionen als Puts.

Optionsschein
Ein Optionsschein unterscheidet sich nur geringfügig von der Option. Er wird von Investmentbanken und Brokerhäusern emittiert, die auch gleichzeitig als Marketmaker für die Optionsscheine auftreten. Daher bestimmen sie auch die Ausstattung der Optionsscheine wie z.B. Bezugsverhältnis, Laufzeit etc. Optionsscheine werden nicht standardisiert an einer bestimmten Börse gehandelt.

OTC
Abkürzung für „Over the counter“, dies sind Geschäfte im außerbörslichen nicht regulierten Börsenhandel per PC und Telefon.

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P

Penny Stocks
Bezeichnung für Aktien mit sehr niedrigem Kurs i.d.R. unter 1 Euro, die sich daher bei Kursschwankungen um ein paar Cent prozentual sehr stark bewegen. I.d.R. hochspekulative Aktien.

Private Placement
Hiermit ist die außerbörsliche Platzierung von Aktien gemeint. Das Unternehmen platziert bei privaten und institutionellen Investoren seine Aktien und erhält den Emissionserlös. Die Aktie ist nicht an der Börse gelistet, das Unternehmen hat so die Möglichkeit schnell ohne jegliche Prospektprüfung oder Börseneinführung an Kapital zu kommen.

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R

Rating
Siehe „Bonität“

Realtime
Realtime bedeutet Echtzeit-Übermittlung von Kursdaten über Informationssysteme. Anleger sehen Kurse auf ihrem Kurssystem im selben Augenblick wie sie an der Börse geschehen. Öffentlich zugängliche kostenlose Börsenkurs ( z.B. via Internet ) haben i.d.R. eine Zeitverzögerung von 15 oder 20 Minuten.

Referenzzinssatz
Zinssatz festgelegt von einer Zentralbank ( z.B. EZB oder US-Fed ), an dem sich Banken beim Geldhandel orientieren. Daher richten sich auch Auf und Ab von Guthaben und Kreditzinsen bei Bankkunden indirekt nach dem Referenzzinssatz.

Rendite
Abzgl. aller Gebühren real erzielter Gewinn durch eine Kapitalanlage auf ein Jahr gerechnet. ( Effektivverzinsung ) Die Rendite wird in Prozent ausgedrückt.

Research
Analyse und möglichst genaue Vorhersage von Kapitalmarktprodukten und deren zukünftiger Entwicklung ( z.B. Aktien, Devisen, Zinsen ).

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S

S&P 500-Index
Standard & Poors 500 Index, ein Index der 500 bedeutendsten US-Aktiengesellschaften, herausgegeben von der Rating-Agentur Standard & Poors.

SEC
Securities and Exchange Commission, diese oberste Aufsichtsbehörde beaufsichtigt und reguliert sämtliche US-Börsenmärkte.

Settlement
Es handelt sich hierbei um die Erfüllung von Termingeschäften, beim Cash-Settlement wird eine Differenz in bar gezahlt ( wenn eine Lieferung nicht möglich ist bei z.B. einem Index ). Beim physischen Settlement wird ein realer Basiswert geliefert ( z.B. Gold, Kaffee, Öl etc. ).

Short
Siehe „Leeverkauf“. Als short bezeichnet man auch eine offene Future- oder Devisen-Position auf fallenden Kurs.

Sicherheitsleistung
Siehe „Margin“.

Spread
Siehe „Geld-Brief-Spanne“.

Stillhalter
Der Stillhalter ( options writing / Optionen schreiben ) gibt eine Option heraus bzw. verkauft eine Option. Der Stillhalter eröffnet seine Optionsposition mit dem Verkauf einer Option. Er erhält vom Käufer die Prämie und nimmt dessen Gegenposition ein. Als Stillhalter ist er dazu verpflichtet, den in der Option vereinbarten Basiswert auf Verlangen des Optionsinhabers zum festgelegten Preis abzunehmen oder zu liefern.

Der Stillhalter kann seine Position durch ein Gegengeschäft, also den Rückkauf der Option wieder schließen, damit endet auch seine Verpflichtung.

Stop-Order
Eine Stop-Order kann bei jedem börsennotierten Finanzinstrument ( Aktien, Futures, Devisen etc ) angewendet werden. Man unterscheidet zwischen der Stop-Market-Order und der Stop-Limit-Order. Platziert man z.B. zum Kauf einer Aktie eine Stop-Market-Order über dem aktuellen Marktpreis, wird die Order beim Erreichen des Kurses an der Börse ausgelöst und die Aktie wird automatisch zum nächst möglichen Marktpreis gekauft. Will man die Aktie per Stop-Market-Order verkaufen, platziert man die Order mit einem Kurs unterhalb des aktuellen Marktpreises. Wird der gewünschte Preis am Markt erreicht, wird hier eine Market-Verkaufsorder ausgelöst. Bei Stop-Limit-Orders wird die Order ebenfalls beim Erreichen des Stop-Preises an der Börse ausgelöst. Die Order wird dann aber nicht zur Market, sondern zur Limit-Order. Gibt man z.B. eine Stop-Limit-Order zum Kauf bei 105,70 und der Marktpreis erreicht 105,70, wird automatisch eine Kauforder gegeben zum Limitpreis von maximal 105,70. Ist der Marktpreis nun aber sofort über 105,70 gestiegen, wird die Order nicht ausgeführt. Stop-Orders werden aus 2 Gründen angewendet. 1. um Verluste nach oben oder unten zu begrenzen. 2. um bei Marktbewegungen nach oben wie nach unten schnell mit einer ausgeführten Order im Markt dabei zu sein.

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T

Terminbörse
An Terminbörsen werden Optionen, Financial Futures und Futures auf Rohstoffe ( Warentermingeschäfte ) gehandelt. Marktteilnehmer handeln entweder aus Gründen der Spekulation oder aus Absicherungsgründen.

Termingeschäft
Beim Termingeschäft findet der Vertragsabschluss sofort statt, die Erfüllung bzw. Lieferung der Ware bzw. der Wertpapiere findet aber erst in Zukunft zu einem fest vereinbarten Termin statt.

Terminkontrakt
Bei einem Terminkontrakt verpflichten sich Käufer und Verkäufer verbindlich, eine bestimmte Ware oder ein Wertpapier in festgelegter Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen. Beide Seiten können Ihre Verpflichtung durch Eingehen des Gegengeschäfts, also durch Schließen/Glattstellen der Futures-Position beenden.

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U

Underlying
Siehe „Basiswert“

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V

Verfallsdatum
Zu diesem Zeitpunkt laufen Futures, Optionen und Optionsscheine aus. Die Rechte verfallen dann wertlos und offene Positionen müssen ausgeglichen bzw. angedient werden.

Verkaufsoption
Die Verkaufsoption ( Put-Option ) beinhaltet das Recht aber nicht die Pflicht, während der Laufzeit oder zum Ende der Laufzeit der Option das zugrundeliegende Wertpapier zu einem vorher festgelegten Kurs zu verkaufen.

Volatilität
Die Volatilität ist eine Kennzahl zur Schwankungsintensität des Börsenkurses. Je stärker der Börsenkurs ausschlägt, desto höher ist die Volatilität und das Wertpapier gilt als risikoreicher.

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W

Warenterminbörse
Hier werden Futures auf Rohstoffe gehandelt ( Warentermingeschäfte / Commodities ) wie z.B. auf Kaffee, Gold, Öl, Weizen etc. Die wichtigste und größte Warenterminbörse ist die Chicago Board of Trade ( CBOT ), weitere wichtige Börsen sind die CME (Chicago), NYMEX (New York) und LIFFE (London).

Warentermingeschäfte
Futures auf Rohstoffe wie z.B. Kaffee, Gold, Öl, Weizen etc. Der Vertragsabschluss findet sofort statt, die Lieferung der Waren erst in Zukunft zu einem fest vereinbarten Termin.

Warrant
Siehe „Optionsschein“.

Wertpapier
Verbriefte Urkunde, die diverse Rechte beinhalten kann, z.B. den Anteil an einer Aktiengesellschaft (Aktie), das Recht auf Rückzahlung eines Kredites (Anleihe) etc.

Wertpapierkennnummer
Die WKN ist eine sechsstellige Zahl, die jedes in Deutschland gehandelt Wertpapier eindeutig identifiziert.

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X

Xetra
Abkürzung für Exchange Electronic Trading. Vollelektronische Handelsplattform der Deutschen Börse in Frankfurt. Über Xetra wird inzwischen fast der gesamte Aktienhandel in Deutschland abgewickelt, der Anteil der Parkettbörsen am Handelsvolumen ist inzwischen verschwindend gering und nimmt stetig weiter ab.

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Z

Zertifikate
Zertifikate sind ein Sammelbegriff für derivative Finanzprodukte, die aus einer Kombination von Wertpapieren und/oder Terminmarktgeschäften aufgelegt werden. Üblicherweise werden Zertifikate von einer Bank emittiert (folglich sind Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen des Emittenten) und anschließend an der Börse gehandelt. Normalerweise haben Zertifikate eine festgelegte Laufzeit. Es gibt eine große Vielfalt an Zertifikaten. Nachfolgend ein kleiner Auszug:

 

Index-Zertifikate haben einen Basiswert, z.B. einen Aktien- oder Rohstoffindex. In der Regel werden sie im Verhältnis 1:100 zum Index gehandelt. Der Inhaber des Zertifikats partizipiert direkt an der Entwicklung des Basiswertes. In manchen Fällen weicht die Entwicklung eines Zertifikates allerdings erheblich von der des Underlyings ab (z.B. bei Rollverlusten in Rohstoffen).

 

Bei einem Discount-Zertifikat erhält der Investor einen Basiswert (z.B. Aktie oder Index) mit einem Preisnachlass (engl.: „discount“), verzichtet aber im Gegenzug auf weitere Gewinne oberhalb einer bestimmten Grenze. Discount-Zertifikate können in seitwärts verlaufenden und in fallenden Märkten besser abschneiden als der zugrunde liegende Basiswert.

 

Mit einem Bonus-Zertifikat erhält der Anleger nach Fälligkeit einen vorher festgelegten Bonus. Dafür darf allerdings eine bestimmte Grenze während der Laufzeit nicht unterschritten werden.

 

Hebel-Zertifikate sind mit einem Hebel auf den zugrunde liegenden Basiswert ausgestattet. Dadurch kann schon mit relativ geringen Kursbewegungen ein großer Gewinn erreicht werden. Ebenso sind aber auch Verluste möglich.

 

Bei einem Kapitalschutz-/Garantie-Zertifikaterhält der Anleger mindestens sein eingezahltes Kapital zurück, wenn er das Zertifikat bis zum Ende der Laufzeit gehalten hat.

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Wie funktioniert der Handel mit Aktien ?

Wie funktioniert Aktien-Handel


Allgemeines

Durch die technische Entwicklung – in erster Linie das Internet – haben private Investoren heute Zugang zu den selben Handelsprodukten, Technologien und Informationen wie institutionelle Investoren.

Dax
Zu den weltweit gefragtesten Märkte mit hoher Volatilität gehört der DAX (Deutscher Aktien Index).

Er wird sekündlich anhand der aktuellen Kurse der 30 wichtigsten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Börse, Deutschlands maßgeblicher Börse, ermittelt.

Jährlich wird überprüft, ob der deutsche Aktienmarkt durch den DAX noch angemessen vertreten wird. Um den Index anzupassen, können im DAX verzeichnete Titel durch andere ausgetauscht werden.

MDAX
Der MDAX (MittelDAX) beinhaltet die 70 nachfolgenden deutschen Aktien; den DAX 100, also die 100 umsatzträchtigsten Aktien, bilden DAX und MDAX .

Xetra
Der Xetra ist keine Parkett- bzw. Präsenzbörse; hier wird ausschließlich per Computer gehandelt. Auf die Kurse hat es keinen Einfluss, an welcher Börse eine Aktie gehandelt wird. Der Börsenbetrieb findet an der XETRA-Börse werktags von 9.00 – 17.30 Uhr statt.

Dow-Jones
Der Dow-Jones-Index ist nach dem amerikanischen Börsenblatt Dow, Jones & Co. benannt und wird seit 1896 gemessen. Er ist nicht nur das älteste, sondern zudem das wichtigste Börsenbarometer der Welt. Der Dow Jones enthält ebenfalls die 30 größten und wichtigsten Aktiengesellschaften. Die Hauptbörse befindet sich in New York an der Wallstreet. Fallen dort die Kurse, dann fallen sie meist auch an den anderen Börsen der Welt.

Nikkei
Der Nikkei-Index, das japanische Börsenbarometer, ist die zweitwichtigste Börse der Welt.

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Geschichtliches

Schon im alten Rom wurden die Erträge der Zölle, Bergwerke und Salinen für einige Jahre an Finanzgesellschaften verpachtet. Sie lösten sich jedoch nach dem Auslaufen der Pacht wieder auf und waren somit noch nicht mit Aktiengesellschaften heutigen Typs zu vergleichen.

Die erste Börse
Die erste Börse wurde 1409 in Brügge gegründet, allerdings trafen sich dort lediglich italienische Kaufleute zum Handeln. In Deutschland folgten 1540 Nürnberg und Augsburg sowie Frankfurt im Jahr 1585. Gehandelt wurden dort jedoch primär Wechsel und andere Zahlungsinstrumente.

Die 1460 entstandene Antwerpener Börse kommt unserem heutigen Börsenbegriff schon näher, denn sie war Treffpunkt von Händlern vieler Nationalitäten. In Antwerpen wurden vor allem Gewürze verkauft, doch bald wurde die Bedeutung der Antwerpener Börse durch Amsterdam als finanziellem Zentrum Europas geschmälert.

Holländische Kaufmannsfamilien schlossen sich bereits gegen Ende des 16. Jahrhundert zusammen, um das Risiko der Seefahrten zu den indonesischen Gewürzinseln auf mehrere Schultern zu verteilen. An den Warenbörsen sammelten sie Fremdkapital ein: Jeder konnte Anteilsscheine (Aktien) kaufen und wurde damit am Gewinn des Überseehandels beteiligt – aber auch an den Verlusten.

Die erste deutsche AG
Die erste deutsche Aktiengesellschaft wurde von Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten, am 17. März 1682 ins Leben gerufen: die „Handels-Compagnie auf den Küsten von Guinea“. Es folgte die Brandenburgisch Afrikanische Compagnie, die an der afrikanischen Küste mit Pfeffer, Elefantenzähnen, Gold, und Sklaven handeln sowie freies Gewerbe treiben sollte. Die Habsburger gründeten 1719 die Orientalische Gesellschaft, danach folgten diverse Versicherungsgesellschaften der Hansestädte. 1765 wurde in Preußen die Berliner Assekuranz errichtet, 1770 die Private Breslauer Zucker Raffinerie und 1793 die Berliner Zuckersiederei. Finanziert wurden sie über Großbankiers aus dem Privatvermögen der Bürger. Daneben gaben Länder und Provinzen, Gemeinden und Städte Anleihen heraus.

Mit der gesetzlichen Basis von 1870 erlebte das Aktienwesen in Deutschland bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine Blütezeit. 1900 gab es mehr als 4500 Aktiengesellschaften. Ende Juli 1914 wurden die deutschen Börsen angesichts der drohenden Kriegsgefahr geschlossen; der Handel mit Wertpapieren wurde außerhalb der Börsen fortgesetzt. Erst ab Dezember 1917 durfte an den deutschen Börsen wieder mit Wertpapieren gehandelt werden.

Der „schwarze Freitag“
Der bedeutendste Börsencrash aller Zeiten, der „Schwarze Freitag“, begann am 24. Oktober 1929 in New York. Eine lange Phase der Hochkonjunktur und steigende Börsenkurse hatten die USA in den 20er Jahren zum reichsten Land der Welt gemacht. Auto-, Elektro- und Bauindustrie boomten. Die Welt war bereits damals stark von der US-Konjunktur abhängig. Aktien waren als Geldanlage nicht nur für Banken und Versicherungen attraktiv, sondern auch für breite Bevölkerungskreise. Allmählich wurde klar, dass die US-Firmen die Produktion zu stark ausgeweitet hatten. Der Absatz langlebiger Verbrauchsgüter geriet ins Stocken. Am 24. Oktober begannen an der Wall Street in New York die Kurse zu sinken; tags darauf brachen die Kurse noch stärker ein. Daher beschlossen die meisten Aktionäre, ihre Aktien in der Folgewoche zu verkaufen. Im Schnitt hatten die Aktien bis zum März 1933 ihren Tiefststand erreicht und 75 Prozent ihres Wertes von 1929 verloren.

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Wie funktioniert der Handel mit CFDs ?

Wie funktioniert der Handel mit CFDs ?


Allgemeines

Wenn Sie Ihr CFD-Konto eröffnet und den Ersteinschuss hinterlegt haben, können Sie über die Online-Tradingplattform, per Telefon und Fax handeln oder beide Möglichkeiten kombinieren.

Über das Online-System und einen Web-Browser erhalten Sie Zugang zu Ihrem Konto. Die Konten werden über Nacht bewertet. Auszüge und Vertragshinweise werden, falls notwendig, auch per Post verschickt.

Corporate actions, besondere Auszahlungen und Dividenden, die eine Aktie beeinflussen, spiegeln sich im Wert Ihres CFD-Kontrakts wider. Sie schneiden niemals aufgrund solcher corporate actions besser oder schlechter ab.

Haben Sie einen CFD-Kaufkontrakt, so wird Ihnen der Wert der Nettodividende am Abschlagstag gutgeschrieben. Haben Sie einen CFD-Verkaufskontrakt, wird Ihnen die Bruttodividende am Abschlagstag belastet.

CFDs-Kontrakte verleihen Ihnen keine Stimmrechte im Zusammenhang mit den Referenzaktien.

Die Kommunikation mit allen Online-Systemen wird durch die Verwendung einer Standard-128-Bit-Verschlüsselungs- Technologie geschützt, darüber hinaus werden die internen Netzwerke durch Firewall-Hardware gesichert. Die Trading-Systeme sind nach einem Mehrschichtsystem aufgebaut, so dass für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine Schicht beeinträchtigt sein sollte, das System als Ganzes immer noch sicher ist.

Es gibt keine Fristen für CFDs-Kontrakte; somit können Sie eine Kauf- oder Verkaufsposition so lange halten, wie Sie möchten. Für alle Gelder auf Ihrem CFD-Konto werden auf Grundlage der täglichen Cash-Position monatlich Zinsen gutgeschrieben.

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Was sind CFDs (Contract for Differences) ?

Aktien-CFDs sind künstliche Aktien-Positionen (Aktienderivative) – und eine der besten Methoden für Aktiengeschäfte mit langer oder kurzer Laufzeit. Der CFD-Handel ähnelt dem normalen Aktiengeschäft; der Preis entspricht dem Börsenpreis der zugrunde liegenden Aktien.

Ein Contract for Difference oder CFD (Differenzgeschäft) ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien. Der Vertragswert eines CFD wird bestimmt durch Anzahl der im Vertrag genannten Referenzaktien, multipliziert mit dem Kurs der zugrunde liegenden Referenzaktie. Die „Referenzaktien” sind die im CFD-Kontrakt genannten Basisaktien.

Die wirtschaftliche Leistung von CFD-Kontrakten wird bestimmt durch die Leistung der zugrunde liegenden Referenzaktien. Obwohl CFD-Kontrakte die Preisbewegung der zugrunde liegenden Referenzaktie widerspiegeln, berechtigen sie nicht dazu bzw. erfordern sie nicht, die effektiven Aktien zu erwerben oder zu liefern.

Sie zahlen nicht für das gesamte Aktienhandelsvolumen, sondern nur eine Einlage (englisch: Margin) von ca. 10% des Vertragswerts.

Sowohl von steigenden als auch von sinkenden Aktienkursen können Sie profitieren: Sind Sie Inhaber einer Kaufposition, so machen Sie Gewinn, wenn der Vertragswert steigt. Eröffnen Sie hingegen eine Verkaufsposition, machen Sie Gewinn, wenn der Vertragswert sinkt.

Wenn Sie CFD kaufen und länger als einen Tag halten, zahlen Sie für die Position Zinsen. Wenn Sie das CFD verkaufen (also short gehen), dann erhalten Sie Zinsen. Bei einem CFD haben Sie kein Stimmrecht. Trotzdem erhalten Sie bei einem CFD-Kauf Dividenden. Bei einem Leerverkauf (Short) zahlen Sie die Dividenden.

Sie können die Aktien sehr schnell kaufen und verkaufen, und Sie können CFD unbefristet lange offen halten: ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zu Optionen.

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Warum CFDs handeln ?

Ein Aktien-CFD-Geschäft wird in der Regel ebenso schnell abgewickelt wie der Handel mit den zu Grunde liegenden Aktien.

Einen weiteren Vorteil des CFD-Handels stellt die Transparenz des Marktes dar: Die Aktien-CFDs haben den gleichen Preis wie die Referenzaktien an der Börse.

Zudem bieten CFDs hohe Flexibilität: Sie können von steigenden und von fallenden Kursen profitieren.

Aktien-CFD erlauben das einfache Shorten (Leerverkauf mit anschließendem Zurückkauf einer Aktien) und das Longen (Kaufen und anschließendes Verkaufen) von Aktien.

Erfahrenen und risikobereiten Investoren ermöglichen CFDs, mit Hebel zu arbeiten: Ein Anstieg einer Aktie von 1 % kann mit einem 10fachen Hebel in 10 % Gewinn verwandelt werden. Bei einer falschen Einschätzung des Marktes kann dies aber auch zu hohen Verlusten führen, die über dem eingesetzten Betrag liegen.

Aktien-CFD-Geschäfte führen zu keiner Eigentumsübertragung, d.h. die gewöhnlichen Publizitätsvorschriften der Börse treffen nicht zu; Handelsgeschäfte werden nicht veröffentlicht.

Sollten Sie Aktienbestände haben, die Sie nicht verkaufen wollen, so können Sie diese durch einen Leerverkauf „hedgen“ oder schützen. Dieses „hedgen“ erlaubt Ihnen Ihre kurzfristige Risiken auf Null zu stellen ohne Stimmrechte oder eventuelle Steuervorteile zu verlieren.

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CFD-Marginhandel

Sie handeln zum Börsenkurs der zugrunde liegenden Aktie und zahlen eine Provision, die als prozentualer Anteil des Transaktionswerts berechnet wird. Jedoch brauchen Sie nicht den Gesamtwert der CFD Position zu zahlen. Je nach Aktientyp leisten Sie nur eine Anzahlung (oder Einschusszahlung) von 10% des zugrunde liegenden Kontraktwerts.

Solange Ihre Position offen bleibt, wird Ihr Konto mit Zins- und Dividendenausgleichsbeträgen belastet, bzw. werden diese dem Konto gutgeschrieben. Ob es sich bei den Zins- und Dividendenausgleichsbeträgen um Belastungen oder Gutschriften handelt, hängt davon ab, ob Sie einen CFD zur Eröffnung von Kaufs- oder Verkaufspositionen (sogenannten „Long”- oder „Short”-Positionen) verwenden.

Wenn Sie eine „Long”-Position unterhalten, wird Ihr Konto als Zinsausgleich belastet, während Dividenden dem Konto gutgeschrieben werden. Die Auswirkung dieses Ausgleichs spiegelt die Auswirkung beim herkömmlichen Aktienkauf wider.

Wenn Sie eine „Short”-Position (Leerverkauf) unterhalten, werden Ihrem Konto Zinsausgleichsbeträge gutgeschrieben, wohingegen das Konto hinsichtlich Dividenden belastet wird. Auch die Auswirkung dieses Ausgleichs spiegelt die Auswirkung beim herkömmlichen Aktienverkauf wider.

Der Zinssatz, den sie für die Eröffnung einer „Long”-Position zahlen oder den Sie für die Eröffnung einer „Short”-Position bekommen, ist in einem Schreiben angegeben, das Sie bei der Kontoeröffnung erhalten.

Falls Sie am Tag nach der Dividendenausschüttung eine offene CFD-Position auf einer bestimmten Aktie unterhalten, wird Ihr Konto mit Hinblick auf die Dividende ausgeglichen. Sowohl für „Long”- als auch für „Short-Positionen” wird die Nettodividende auf Ihrem Konto verbucht.

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Handelbare Börsen
Börse Land Börsenzeit (MEZ)
Australian Stock Exchange Ltd. ASX Australien 2:00 – 08:00
Tokyo Stock Exchange TYO Japan 02:00 – 08:00
Singapore Exchange SGX-ST Singapur 03:00 – 11:00
Frankfurt Stock Exchange FSE Deutschland 09:00 – 17:30
Vienna Stock Exchange VIE Österreich 09:21 – 17:30
Swiss Exchange SWX Schweiz 09:00 – 17:30
Virt-X VIRT-X Schweiz 09:00 – 17:20
Euronext Amsterdam AMS Niederlande 09:00 – 17:25
Euronext Brussels BRU Belgien 09:00 – 17:25
Euronext Paris PAR Frankreich 09:00 – 17:25
Sistema De Interconexion Bursatil Espanol SIBE Spainien 09:00 – 17:30
Euronext Lisbon LISB Portugal 09:00 – 17:25
Copenhagen Stock Exchange CSE Dänemark 09:00 – 16:50
Helsinki Stock Exchange HSE Finnland 09:00 – 17:20
Oslo Stock Exchange OSE Norwegen 09:00 – 15:00
Stockholm Stock Exchange SSE Schweden 09:00 – 17:20
London Stock Exchange LSE Grossbritannien 09:00 – 17:30
Milano Stock Exchange MIL Italien 09:10 – 17:25
American Stock Exchange AMEX USA 15:30 – 22:00
NASDAQ NASDAQ USA 15:30 – 22:00
New York Stock Exchange (NYSE) USA 15:30 – 22:00

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Wie funktioniert der Handel mit ETFs und ETCs ?

Wie funktioniert der Handel mit ETFs und ETCs ?


ETFs/ETCs – die Möglichkeit für innovatives Investment

Exchange-Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs) erweitern das Portfolio der actior AG und bieten eine preisgünstige Alternative für Anleger. Die ETFs können während jeden Handelstages wie Aktien, zu deren üblichen Konditionen, an den Börsen gehandelt werden. ETCs werden von Anlegern wie Unternehmensaktien an einer Wertpapierbörse gehandelt und bilden wie ETFs einen Index ab.

Was sind ETFs (Exchange Traded Funds) und ETCs (Exchange Traded Commodities)?

Exchange Traded Funds (ETFs)  – sind börsengehandelte Fonds, meist passiv gemanagte Investmentfonds. Der Ursprung der ETFs liegt in den Indexfonds, die einzigen an der Börse notierten Fonds. Die günstige Kostenstruktur sowie ihre Eigenschaft, wie von institutionellen Investoren handelbar zu sein, machen sie für Privatanleger immer interessanter.

Exchange Traded Commodities (ETCs) – sind börsengehandelte Wertpapiere der Anlageklasse Rohstoffe und beziehen sich hier auf eine Gruppe. ETCs sind unbefristete und besicherte Schuldverschreibungen. ETCs werden in fünf Gruppen unterteilt:

  • physische ETCs – preislich an physisch gehandeltes Edelmetall gekoppelt
  • klassische ETCs – sind an den Index gekoppelt, welcher auf Futures-Kontrakten mit geringer Restlaufzeit basiert
  • Termin-ETCs – wie die klassischen ETCs, nur Futures-Kontrakte mit längerer Restlaufzeit
  • Short ETCs – welche an den umgekehrten Preis eines Rohstoffindex gekoppelt sind und
  • gehebelte ETCs – werden am vielfachen (gehebelten) Preis eines Rohstoffindex festgemacht. Für ETCs wird der Hebelfaktor jeweils einzeln festgelegt.

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Warum ETFs & ETCs handeln?

Durch ETFs kombiniert ein Anleger die Vorzüge von Indexfonds und Aktien, spart deren Nachteile jedoch gleichzeitig aus. Schon mit einer einzigen Transaktion kann ein breit gestreuter Korb von Wertpapieren gekauft und damit ein ganzer Markt präzise abgebildet werden. Diese Möglichkeit der Portfoliodiversifikation und der Risikostreuung macht sie umso attraktiver. Einen weiteren entscheidenden Vorteil von ETFs stellt, gerade für Privatanleger, die Sicherheit  im Falle einer Insolvenz der Bank dar. Gegenüber traditionellen Indexfonds und insbesondere Indexzertifikaten, die auch Schuldverschreibungen sind, wird im Falle einer Insolvenz der Bank nicht aus der Insolvenzmasse bedient, das die ETFs eine sogenanntes Sondervermögen bilden.
Die Transparenz der ETFs im Vergleich zu einem klassischen Investmentfonds ist für den Privatanleger angenehm und gut nachvollziehbar, da er fortlaufend über die aktuelle Struktur informiert wird.

ETCs bieten dem Privatanleger sowie Institutionellen die Möglichkeit unkompliziert in Rohstoffe zu investieren. Ein für Anleger besonderer Vorteil ETCs zu handeln liegt darin, dass sowohl auf steigende als auch auf fallende Rohstoffnotierungen (Short ETCs) spekuliert werden kann. Aufgrund dessen, dass die Rohstoffe physisch hinterlegt werden, ist es im Normalfall relativ unwahrscheinlich, dass die Schuldverschreibungen bei gleichbleibender Bonität des Emittenten wertlos werden. Kurz gesagt, bieten die fünf Gruppen des ETC-Handels dem Privatanleger eine große Bandbreite an Möglichkeiten eines unkomplizierten, besicherten und transparenten Handels auf Rohstoffe.

Der Unterschied zwischen ETFs & ETCs ist darin zu sehen, dass ETCs rechtlich gesehen Schuldverschreibungen sind, während ETFs auf eine Form von Fondstruktur mit Sondervermögen gegründet sind. Für den Anleger heißt das, dass im Falle einer Insolvenz des Emittent die ETCs nicht automatisch separiert anzusehen sind.

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Vorteile

Vorteile des ETF Handels

  • ­ Geringe Kosten
  • ­ Hohe Flexibilität
  • ­ Kein Emittentenrisiko
  • ­ Hohe Transparenz
  • ­ Hohe Liquidität
  • ­ Hohe Risikostreuung

Vorteile des ETC Handels

  • Geringe Kosten
  • ­ Einfacher Marktzugang
  • ­ Kein Emittentenrisiko
  • ­ Hohe Transparenz durch tägliche Quotierung
  • ­ Hohe Liquidität
  • ­ Keine Übernachtgebühren oder ähnliches

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Handelbare Börsen

Wörtlich übersetzt sind Exchange Traded funds (ETFs) im Deutschen „börsengehandelter Fonds“. Sie werden wie Aktien an den Börsen gehandelt, zu den üblichen Spesen. In Europa ist die Deutsche Börse mit seinem Handelssystem XTF zum Marktführer für ETFs avanciert. Jedoch sind alle großen Handelshäuser mit ETFs aktiv und handeln hier hauptsächlich über das Handelssystem Xetra.

ETCs werden seit 2006 an der Frankfurter Börse auf Xetra gehandelt. Weitere Möglichkeiten des ETC Handels bieten die deutschen Börsen von München und Stuttgart sowie hier direkt über die Handelsplattform der actior AG.

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Wie funktioniert der Handel mit Forex / Devisen / Währungspaaren ?

Wie funktioniert FOREX-Handel ? (Devisen, Währungspaare)


Geschichtliches

Von 1870 bis 1914 stellte der Goldstandard die Grundlage des Weltwährungssystems dar. Dieses System basierte darauf, dass die Weltwährungen von ihren Goldreserven gestützt wurden. Es bewährte sich bis zum 1. Weltkrieg.

Während des 1. Weltkrieges begannen die Nationen jedoch mehr Geld in Umlauf zu bringen, als ihre Goldreserven stützen konnten, um ihren hohen Bedarf an flüssigen Mitteln zu decken. Diese Entwicklung führte zu einer noch nie dagewesenen Inflation, hervorgerufen durch den Anstieg der Geldmenge und einer fortschreitenden Aufgabe des Goldstandard-Systems.

Bretton Woods

Im Juli 1944 schufen die 16 wichtigsten westlichen Nationen den IMF (Internationaler Währungsfonds), um die Wechselkurse zu stabilisieren und ein einheitliches System für einen internationalen Zahlungsverkehr zu schaffen. Es wurde der Preis für Gold festgelegt und ein Reservefonds angelegt, der von allen Mitgliedstaaten anteilsmäßig finanziert wurde. Unter diesem System war eine Fluktuation innerhalb einer Bandbreite von höchstens -1% bis +1% von einem vereinbarten Wert zulässig. Die Mitgliedsstaaten mussten in das Marktgeschehen eingreifen, um dieses Kriterium sicherzustellen. Auch dieses System funktionierte gut bis 1960, als abweichende Inflationsraten die relative Wettbewerbsstärke der Haupthandelsnationen veränderten.

1971 resultiert aus einigen Dollarkrisen der Zusammenbruch des Systems und so schuf der IMF das sog. Smithsonian Agreement, das den U.S. Dollar um 10% abwertete und höhere Grenzen für die Fluktuationsrate (nun zwischen 1% und 2,25%) festsetzte.

Im März 1973 brach auch dieses System zusammen, hervorgerufen durch eine unkontrollierte Kursentwicklung der Mitgliedsstaatenwährungen.

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Der Devisenhandel heute

Seit dieser Zeit hat sich der Devisenhandel zum dynamischsten und liquidesten Markt entwickelt.

Er ist der einzige, der rund um die Uhr geöffnet ist.

Schneller Mittelumlauf, geringe Geschäftskosten, hohe Liquidität machen den Devisenhandel zu einem der attraktivsten Märkten für Investoren. Dabei kann der Devisenmarkt nicht mit den Aktienmärkten im herkömmlichen Sinn verglichen werden, da es keine physisch greifbaren Börsenparkette gibt. Vielmehr besteht der Devisenmarkt aus einem riesigen Netz, das zahlreiche Devisenhändler aus der ganzen Welt verbindet.

Es wird per Telefon oder Internet gehandelt – gleichzeitig werden Geschäfte in Hunderten Banken abgewickelt. Die wichtigsten gehandelten Währungen sind Dollar USA (USD), Euro (EUR), Japanischer Yen (JPY), Schweizer Frank (CHF) und englischer Pfund Sterling (GBP).

Die Devisenmärkte gliedern sich in zahlreiche verschiedene Sektionen auf: Im Zwischenbankmarkt („interbank market“) zum Beispiel treten zwei verschiedene Banken als Vertragspartner in Erscheinung oder eine Bank wickelt Transaktionen im Auftrag ihrer Kunden ab.

Die fünf wichtigsten Zentren für den Interbankenhandel, die zwei Drittel des Gesamtgeschäftsvolumens für sich verbuchen können, sind London, New York, Zürich, Frankfurt und Tokyo.

Des weiteren werden auf dem Kassamarkt („spot market“) Kassadevisen („spot exchange“) gehandelt.

(Kassadevisen sind ausländische Währungen die per Valuta 2 Tage ge- oder verkauft werden).

Der Terminmarkt („forward market“) hingegen ermöglicht den Handel mit Termindevisen („forward exchange“), die erst zu einem vertraglich festegelegten, späteren Zeitpunkt bezahlt und geliefert werden müssen.

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FOREX Marktteilnehmer

Geschäftsbanken
Banken sind die größten und auch die wichtigsten Teilnehmer auf den Weltwährungsmärkten. Sie wickeln Transaktionen untereinander oder mit privaten Investoren und Brokern durch ihre eigenen Devisenhändler ab.

Geschäftsbanken handeln einerseits auf eigene Rechnung, um ihr Finanzergebnis zu verbessern und andererseits agieren sie im Auftrag ihrer Kunden auf den internationalen Währungsmärkten.

Den größten Einfluss auf den Währungsmarkt üben internationale Banken aus, deren täglicher Geldumsatz Milliarden von Dollars beträgt. Das sind solche Banken wie Barclays Bank, Citibank, JP Morgen Chase, Deutsche Bank, UBS und andere.

Zentralbanken
Zentralbanken handeln im Auftrag ihrer Regierungen auf den Weltwährungsmärkten, um den Wert der eigenen Währung zu beeinflussen. Dabei gibt es unterschiedliche Interventionsformen, die verschieden starke Beeinflußung der Wechselkurse durch Angebot und Nachfrage auf den Märkten zulassen. Zum Beispiel lassen fix definierte Bandbreiten einer Währung einen größeren Spielraum des freien Marktes zu als starre Wechselkursschemata.

Investmentsfonds
Diese Gesellschaften sind von verschiedenen Investitions-, Pensions-, Versicherungs- und Trustgesellschaften vertreten. Der bekannteste ist „Quantum“ von George Soros. Dazu gehören auch größere Internationale Körperschaften, die gerne ins Ausland investieren: Gründung von Niederlassungen, Joint Ventures usw.

Devisenmakler
Die Hauptfunktion der Devisenmakler besteht darin, Käufer und Verkäufer von Devisen zusammenzubringen.

Mit anderen Worten agieren sie einerseits als Vermittler zwischen verschiedenen Banken und andererseits zwischen Banken und privaten Investoren. Für ihre Tätigkeiten verrechnen Devisenmakler eine Provision oder Brokerage.

Privatpersonen
Physische Personen führen eine ganze Reihe von Operationen durch, die nicht händlerischer natur sind. Besonders betrifft das Tourismus, Gehalts-, Renten-, und Honorarüberweisungen, Kauf und Verkauf der Fremdwährung.

Im Zuge des Internets und der wachsenden Unsicherheiten an den weltweiten Aktien- und Rentenmärkten, treten aber auch die privaten Investoren zunehmend als Investoren und Daytrader am Devisenmarkt auf.

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24-Stunden - Handeln rund um die Uhr

Währungsmärkte (FOREX) sind von Sonntag 20.00 Uhr MEZ bis Freitag 23.00 Uhr rund um die Uhr geöffnet.

Im Kalendertag beginnt ihre Arbeit im Fernen Osten, auf Neuseeland (Wellington), dann kommen der Reihe nach Sydney, Tokio, Hongkong, Singapur, Moskau, Frankfurt am Main, London, New York und Los Angeles.

Der Arbeitstag eines westeuropäischen Händlers beginnt in der Regel morgens um 7.30 Uhr MEZ. Um 8.00 Uhr MEZ wird schon ganz aktiv gehandelt. Eine halbe Stunde am Morgen wird gewöhnlich der Marktanalyse gewidmet. Dabei greift man zur fundamentalen und technischen Analyse, man liest analytische Artikeln in der Presse, tauscht Meinungen und Gerüchte miteinander oder mit Händlern anderer Banken aus. Und aufgrund verschiedener Daten bildet man sich eine Meinung über die möglichen Kursentwicklungen für den bevorstehenden Tag mit verschiedenen Wahrscheinlichkeitsgraden dieser oder jener Ereignissen.

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Marginhandel

Am Devisenhandel lohnen sich Geschäfte erst ab einer Größenordnung von ca. 100.000 EUR.

Dennoch können auch Privatpersonen mit geringeren finanziellen Mitteln am Devisenhandel teilnehmen – und zwar nach Prinzip des Marginhandels: Hier muss nicht die gesamte Summe aufgebracht werden, sondern es reicht aus, eine Kaution in Höhe von 1 Prozent der Geschäftssumme zu hinterlegen. Beim Kauf/Verkauf einer Währung wird Ihnen also von Ihrem Broker ein kurzfristiger Kredit gewährt.

Um ein 100.000 EUR-Geschäft abzuwickeln, benötigen Sie z.B. nur 1000 EUR Kaution. Mit relativ bescheidenen Mittel können Sie also beträchtliche Summen bewegen. Der gesamte Profit, der sich aus der Devisenkursentwicklung ergibt, wird Ihrem Konto gutgeschrieben. Aber Vorsicht: Verluste auch!

Bei Positionsgrössen die mehr als 25 000 EUR Margin verlangen, hinterlegen Sie 2 % vom Orderwert.

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Tradingbeispiel

Tradingbeispiel „steigender Euro“

Aufgrund Ihrer Analysen rechnen Sie mit einem festeren Euro/Dollar.

  • Wir steigen mit 100.000,- € bei einem Euro/Dollar Kurs von 1.2000 in den Markt ein.

Dabei entspricht 1 € = 1,20 US$.

Wir kaufen also 100.000,- € und verkaufen 120.000 US$. Unser Eurokonto weist nun einen Haben-Saldo aus, während unser US-Doller Konto einen Soll-Saldo ausweist.

Tatsächlich steigt der Kurs innerhalb von 2 Stunden rasch an.

Wir verkaufen unsere Position zu einem aktuellen Kurs von 1,2050. Die 100.000,- € entsprechen nun einem US$ – Betrag von 120.500,- US$.

Unsere Konten sehen jetzt wie folgt aus:

  • €: ausgeglichen
  • US$: Es bleibt ein Gewinn von 500 US$ (+120.500,- – 120.000,-)

Bei einer 1%-igen Margin (€ 1.000,-) ergibt sich entsprechend ein Gewinn von 48,8%.

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Wie funktioniert der Handel mit Futures ?

Wie funktioniert der Handel mit Futures ?


Allgemeines

Geschäfte am Kassamarkt sind Verträge über die Erbringung einer unmittelbaren Leistung und Gegenleistung. Abschluss und Erfüllung eines solchen Vertrages fallen zeitlich zusammen. Dazu gehören z.B. sämtliche Käufe und Verkäufe von Aktien.

Charakteristisch für Geschäfte am Terminmarkt hingegen ist das zeitliche Auseinanderfallen zwischen Vertragsabschluss und Erfüllung. Käufer und Verkäufer schließen „heute“ einen Vertrag ab. Die Verpflichtungen aus diesem Vertrag werden aber erst „auf Termin“ erbracht.

Zudem wird zwischen bedingten und unbedingten Termingeschäften unterschieden:
Im Gegensatz zu den festen besteht bei den bedingten Termingeschäften ein Wahlrecht bezüglich der Vertragserfüllung. Bei dieser Art von Geschäften handelt es sich um Optionsgeschäfte, die dazu berechtigen, den zugrunde liegenden Gegenstand zu einem bestimmten Ausübungspreis und zu einem festgelegten Termin zu erwerben oder zu veräußern.

In beiden genannten Transaktionen werden standardisierte Verträge geschlossen, die an der Börse handelbar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit, die erworbenen Rechte wieder zu verkaufen. Inhalt der vertraglichen Vereinbarung sind die zu liefernde bzw. abzunehmende Anzahl eines Underlyings (Basiswerts) sowie der im Voraus festgelegte Preis und der Fälligkeitstermin.

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Geschichtliches

Schon im 16. Jahrhundert wurde mit Futures spekuliert mit. Im Jahre 1602 wurde die Ostindische Kompagnie als erste Aktiengesellschaft gegründet. Für die riskanten Expeditionen schien die Aufteilung des Risikos auf viele Schultern ideal: Stürme, Seuchen, Piraten machten jede Passage zu einem Lotteriespiel; man konnte man nie sicher sein, ob die Ladung auch ihr Ziel erreichen würde. Kamen Gerüchte auf, dass reich beladene Schiffe zurückkehren sollten, stiegen die Kurse in die Höhe.

Hieß es dagegen, das Geschwader sei mit seiner gesamten Ladung auf eine Sandbank gelaufen, stürzten die Kurse ab. Erreichte ein Schiff dann doch noch den Heimathafen, ergaben sich für die Aktieninhaber beträchtliche Gewinne.

Doch erst 1848 gründeten Getreidehändler in Chicago die erste offizielle Futures-Börse, die Chicagoer Board of Trade (CBOT). Hier konnten amerikanische Farmer durch den Handel von Futures mit standardisierten Verträgen ihre noch nicht geernteten Produkte zu einem im Voraus festgelegten Preis verkaufen. Die 1878 eröffnete Chicagoer Produktenbörse, die und mit Butter, Eiern und Geflügel handelte, wurde 1919 umbenannt in Chicago Mercantile Exchange (CME).

Durch die gestiegene Volatilität an den Finanzmärkten nach dem Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods verstärkte sich das Bedürfnis nach Absicherungsmöglichkeiten gegen Währungsschwankungen. Diese Nachfrage befriedigte die CME 1972 mit der Einführung von Finanzterminkontrakten. 1977 begann das Board of Trade, den Handel mit Futures auf amerikanische Staatsanleihen aufzunehmen. Im Laufe der Jahre erweiterten die Chicagoer Börsen ihr Programm mit weiteren Kontrakten wie z.B. auf den Eurodollar, den S&P, den NASDAQ u.s.w. Damit bestand jetzt die Möglichkeit, sich auf allen Märkten gegen Risiken abzusichern. Am 26.01.1990 startete die Deutsche Terminbörse DTB und zog damit die Konsequenz aus den Entwicklungen in den USA, Großbritannien und der Schweiz. Durch die Fusion der Schweizer Terminbörse SOFFEX und der DTB im funktionalen und technischen Bereich entstand im September 1998 der EUREX, einer der am schnellsten wachsenden Terminmärkte der Welt.

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Was sind Futures (Derivate)?

Das lateinische Wort „derivativ“ wird im Duden als „abgeleitet“ definiert. Unter Derivaten versteht man synthetische Finanzinstrumente, die von den zugrunde liegenden Basiswerten an den Kassamärkten abgeleitet wurden. Diese Underlyings, ein anderer Ausdruck für Basiswerte, werden in Financial Underlyings (Aktien, Indizes, Anleihen, Devisen) und Commodity Underlyings (Rohstoffe, Agrarprodukte, Edelmetalle) eingeteilt.

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Der Ablauf des Handels mit Derivaten

Der zeitliche Unterschied zwischen Vertragsschluss und Erfüllung würde für jeden Marktteilnehmer ein Erfüllungsrisiko bedeuten. Um dieses auszuschließen, tritt die Clearingstelle der EUREX (oder die dementsprechende Terminbörse) als Vertragspartner in jedes Geschäft ein. Das Clearinghaus ist die zentrale Organisations- und Verrechnungsstelle einer Terminbörse. Käufer und Verkäufer von Futures verpflichten sich nicht gegeneinander, sondern nur gegenüber der Clearingstelle. Ein Bonitätsrisiko des Vertragspartners ist also ausgeschlossen, da diese Zentrale die Erfüllung der finanziellen Verpflichtung aus den Transaktionen garantiert.

Nur wer zur Abwicklung von Eurex-Geschäften berechtigt ist, kann am Börsengeschehen teilnehmen. General Clearing und Direkt Clearing Mitglieder erfüllen die Voraussetzungen zur Teilnahme.

Der Ablauf des Handels mit Derivaten Futures

Der Ablauf des Handels mit Derivaten Futures Termingeschäft

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Das Marginsystem

Wer als Non-Clearing-Mitglied am Handel mit Futures teilnehmen möchte, muss ein Margin-Konto bei einem Clearing-Mitglied eröffnen. Dies dient zur Reduktion des Erfüllungsrisikos, da bei einer Positionseröffnung nicht der gesamte Kontraktwert bezahlt werden muss, sondern nur Sicherheiten in Form von Kapitaleinschüssen hinterlegt werden. Die Höhe dieser „Initial Margin“ wird von der Terminbörse nach dem „Risk-based-Margining System“ festgelegt.

Die Höhe der Sicherheitsleistung einer einzelnen Position wird nach der Art des Worst–case-szenario berechnet. Als Indikator für das Risiko bedient sich die EUREX der historischen Volatilität des jeweiligen Underlyings. Dieses Maß für die Schwankungsbreite des zugrundeliegenden Basiswertes, auch als Standardabweichung der täglichen Kursveränderung ausgedrückt, bestimmt die zu hinterlegende Initial Margin.

Maintenance Margin

Die Clearing-Mitglieder setzen für jedes Margin-Konto eine Untergrenze fest, die nicht unterschritten werden darf. Sollte diese Maintenance Margin zu gering sein, wird man dazu verpflichtet einen Nachschuss zu leisten, um sein Konto wieder aufzufüllen. Falls diese Aufforderung, auch Margin Call genannt, nicht in kürzester Zeit befolgt wird, kann die Bank oder der Broker die offenen Positionen schließen.

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Hebelwirkung

Banken und Brokerhäuser, die die meisten Clearing-Mitglieder stellen, setzen in der Regel den vorgegebenen Margin-Betrag der EUREX noch etwas höher an, da sie das Erfüllungsrisiko des Geschäftes übernehmen. Mit 0,5 – 10% des Kontraktwertes ist der Einsatz relativ gering und somit die Hebelwirkung des Geschäftes groß, was in dem nachfolgenden Beispiel aufgezeigt wird.

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Kontraktspezifikationen

DAX Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

8:00 -22:00

Börsensymbol

FDAX

Tickgrösse

0,5

 

Wert pro Tick

12,50 EUR

a.s.t. Symbol

EDAX

Margin

2000 EUR

 

Margin overnight

14900 EUR

 

 

MDAX Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

8:00 -22:00

Börsensymbol

F2MX

Tickgrösse

1

 

Wert pro Tick

5 EUR

a.s.t. Symbol

EMDAX

Margin

1438 EUR

 

Margin overnight

2875 EUR

 

 

D.J. EURO STOXX 50 Index Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

8:00 -22:00

Börsensymbol

FESX

Tickgrösse

1

 

Wert pro Tick

10 EUR

a.s.t. Symbol

EESTX

Margin

900 EUR

 

Margin overnight

3000 EUR

 

 

SMI Index Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

9:00 -17:30

Börsensymbol

FSMI

Tickgrösse

1

 

Wert pro Tick

10 EUR

a.s.t. Symbol

ESMI

Margin

1100 EUR

 

Margin overnight

4400 EUR

 

 

EURO BUND Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

8:00 -22:00

Börsensymbol

FGBL

Tickgrösse

0,01

 

Wert pro Tick

10 EUR

a.s.t. Symbol

EBUND

Margin

600 EUR

 

Margin overnight

1600 EUR

 

 

EURO BOBL Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

8:00 -22:00

Börsensymbol

FGBM

Tickgrösse

0,01

 

Wert pro Tick

10 EUR

a.s.t. Symbol

EBOBL

Margin

1000 EUR

 

Margin overnight

1000 EUR

 

 

EURO SCHATZ Future

 

 

Börse

EUREX

 

Handelszeit

8:00 -22:00

Börsensymbol

FGBS

Tickgrösse

0,005

 

Wert pro Tick

5 EUR

a.s.t. Symbol

ESHAZ

Margin

500 EUR

 

Margin overnight

500 EUR

 

 

Dow Jones 5$ mini Future

 

 

Börse

CBoT

 

Handelszeit

1:15 -23:15

Börsensymbol

YM

Tickgrösse

1

 

Wert pro Tick

5 $

a.s.t. Symbol

MiniDOW

Margin

500 $

 

Margin overnight

2500 $

 

 

E-Mini NASDAQ Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

0:00 -23:30

Börsensymbol

NQ

Tickgrösse

0,5

 

Wert pro Tick

10 $

a.s.t. Symbol

Mini NSDQ

Margin

500 $

 

Margin overnight

3750 $

 

 

E-mini S&P 500 Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

0:00 -23:30

Börsensymbol

ES

Tickgrösse

0,25

 

Wert pro Tick

12,50 $

a.s.t. Symbol

Mini S&P

Margin

500 $

 

Margin overnight

4000 $

 

 

e-miNY Light Sweet Crude Oil Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

16:00 -15:30

Börsensymbol

QG

Tickgrösse

0,025

 

Wert pro Tick

12,50 $

a.s.t. Symbol

Mini Crude

Margin

1200 $

 

Margin overnight

2362 $

 

 

e-miNY Natural Gas Oil Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

16:00 -15:30

Börsensymbol

QM

Tickgrösse

0,005

 

Wert pro Tick

25 $

a.s.t. Symbol

Mini NTGAS

Margin

3500 $

 

Margin overnight

4725 $

 

 

E-Mini Euro FX Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

00:00 -22:15

Börsensymbol

E7

Tickgrösse

0,0001

 

Wert pro Tick

6,25 $

a.s.t. Symbol

Mini E-FX

Margin

1200 $

 

Margin overnight

1620 $

 

 

Euro FX Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

00:00 -23:30

Börsensymbol

EC

Tickgrösse

0,0001

 

Wert pro Tick

12,50 $

a.s.t. Symbol

EUROFX

Margin

1600 $

 

Margin overnight

3240 $

 

 

British Pound Future

 

 

Börse

CME

 

Handelszeit

00:00 -23:30

Börsensymbol

BP

Tickgrösse

0,0001

 

Wert pro Tick

6,25 $

a.s.t. Symbol

Br.Pound

Margin

1100 $

 

Margin overnight

2295 $

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Wirtschaftstermine

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