Die Ferrari Aktie 09.10.2025 gerät in Mailand deutlich unter Druck. Der Auslöser sind neue Langfristziele und eine angepasste Modellstrategie, die hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ferrari stellt für 2030 ein EBITDA von mindestens 3,6 Mrd. € in Aussicht. Das liegt zwar rund ein Drittel über der aktualisierten 2025er-Prognose von mindestens 2,72 Mrd. €, bleibt aber klar unter dem Analystenkonsens von etwa 4,3 Mrd. €. Entsprechend reagieren Anleger vorsichtig.
Warum die Ferrari Aktie am 09.10.2025 fällt
Am Donnerstagmittag verliert die im EuroStoxx 50 gelistete Aktie über zwölf Prozent auf 367,60 €. Damit rutscht das Papier seit Jahresbeginn ins Minus. Zudem vergrößert sich der Abstand zum Jahreshoch von fast 493 € aus dem Februar deutlich. Die Diskrepanz zwischen Zielbild 2030 und den Schätzungen gilt als Hauptgrund.
Produktstrategie: mehr Verbrenner, späteres E-Modell
CEO Benedetto Vigna stellt die künftige Modellmischung vor. Bis 2030 sollen 20 % der Palette elektrisch sein (zuvor 40 %). Der Anteil reiner Verbrenner steigt auf 40 % (zuvor 20 %). Die restlichen 40 % entfallen auf Hybride. Reine E-Ferraris gibt es noch nicht. Mit dem Modell „Elettrica“ plant Ferrari 2026 den ersten vollelektrischen Serien-Ferrari. Hybridmodelle sind bereits im Programm.
Modelltakt und langfristige Stärke
Trotz Gegenwind hält Ferrari am Ziel fest, bis 2030 jedes Jahr vier neue Modelle zu bringen. Langfristig bleibt die Performance beeindruckend: In fünf Jahren +154 %. Der Branchenindex Stoxx 600 Auto & Parts kommt im selben Zeitraum lediglich auf +18 %.

Bewertung im Branchenvergleich
Mit rund 66 Mrd. € Börsenwert ist Ferrari aktuell der wertvollste europäische Autobauer. Zum Vergleich: Porsche liegt bei etwa 39 Mrd. €, Volkswagen bei 47 Mrd. €. Mercedes-Benz und BMW bewegen sich jeweils knapp über 50 Mrd. €. Diese Spanne zeigt die hohe Prämie, die der Markt Ferrari weiterhin zugesteht – trotz der heutigen Kursreaktion.
Ferrari Chart
Fazit zur Ferrari Aktie 09.10.2025
Die Ferrari Aktie 09.10.2025 gibt kräftig nach, weil die 2030er-Ziele unter den Erwartungen liegen und der E-Anteil langsamer wächst als gedacht. Dennoch überzeugt die Langfristbilanz und der stabile Modelltakt bleibt intakt. Entscheidend wird, ob Ferrari die Profitabilität hält und das E-Debüt 2026 („Elettrica“)
planmäßig liefert.
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