Traderlexikon

A

Ad hoc
Nach § 15 des Wertpapierhandelsgesetzes sind börsennotierte Aktiengesellschaften verpflichtet, kursbeeinflußende Unternehmensmeldungen zu publizieren. Diese Meldungen werden Ad hoc-Meldungen genannt.

AG
AG steht für Aktiengesellschaft. Die AG ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, eine sogenannte juristische Person. Die Gesellschafter (Aktionäre) sind mit ihren Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt. Sinn einer AG ist es, durch Ausgabe von Aktien größere Geldsummen für Investitionen etc. zu beschaffen und das Unternehmerrisiko möglichst weit zu verteilen. Das durch die Ausgabe von Aktien eingesammelte Geld steht der AG als Eigenkapital zur Verfügung, die AG nimmt somit keinen Kredit auf.

AGB
AGB steht für Allgemeine Geschäftsbedingungen. So werden die Bestimmungen genannt, die das Geschäftsverhältnis zwischen Kunden und Firmen regeln. Abweichungen sind nach Zustimmung möglich, müssen allerdings schriftlich festgelegt werden.

Aktie
Die Aktie ist ein Wertpapier, welches ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft festlegt und verbrieft. Eine Aktie ist körperlich unterteilt in Mantel, Dividendenscheinbogen und Erneuerungsschein (zum Bezug neuer Dividendenscheinbögen). Es gibt verschiedene Aktienformen wie z.B. Stammaktien, Vorzugsaktien.

Aktiengesellschaft
Die Aktiengesellschaft ist ein Unternehmen, an welchem deren Teilhaber (Aktionäre) über den Kauf von Aktien am Grundkapital dieser Firma beteiligt sind. Die Gesellschafter haften lediglich bis zur Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber mit dem übrigen Vermögen. Sinn einer AG ist es, durch Aktienausgabe größere Geldsummen für Investitionen etc. zu erhalten. Durch die Ausgabe von Aktien erhält die AG Eigenkapital, somit muss kein Fremdkapital aufgenommen werden, um Investitionen finanzieren zu können.

Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder einzelner Teilsegmente angibt und deren Kursentwicklung gebündelt wiederspiegelt.. Wichtige Aktienindizes sind z.B. der Dax in Deutschland, Dow Jones und Nasdaq in den USA oder der Nikkei in Japan.

Aktienkurs
Der Aktienkurs ist der Preis, zu welchem eine Aktie an der Börse gehandelt wird (sowohl Kauf, als auch Verkauf). Der Kurs wird ermittelt durch Angebot und Nachfrage. Skontoführer oder Marketmaker sorgen in nicht besonders liquiden Aktien für Handelbarkeit und stellen hier Kauf- und Verkaufskurs.

Aktienoption
Eine Aktienoption berechtigt entweder zum Kauf oder Verkauf einer Aktie innerhalb einer bestimmten Frist bei vorher vereinbartem Preis. Der Käufer erwirbt das Recht eine Aktie zu kaufen oder zu verkaufen.

Aktiensplit
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer Aktie in mehrere Anteile. Er dient vor allem der optischen Verbilligung des Aktienkurses und damit der besseren der Handelbarkeit der jeweiligen Aktie. Wird z.B. ein Split 2:1 durchgeführt, erhält der Aktionär für 1 alte 2 neue Aktien, der Kurs halbiert sich. Sein Anteil am Gesamtkapital der AG bleibt unverändert genauso wie der Gesamtwert seiner Aktienposition. Das Vermögen der Gesellschaft verteilt sich auf mehr Aktien als vorher.

Aktionär
Ein Aktionär ist durch den Besitz von Aktien einer AG deren Miteigentümer. Rechte und Pflichten des Aktionärs sind im Aktiengesetz geregelt. Er hat Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung, ein Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen und i.d.R. auf ein Stimmrecht in der Hauptversammlung. Hauptinteresse des Aktionärs ist es i.d.R. aber am Aktienkurs der AG zu partizipieren.

Amerikanische Option
Eine Amerikanische Option kann während der gesamten Optionslaufzeit ausgeübt werden.

AMEX
American Stock Exchange, nach der New York Stock Exchange und der Nasdaq die dritt wichtigste Wertpapierbörse der USA.

Anleihe
Eine Anleihe ist eine festverzinsliche Schuldverschreibung. Es gibt öffentliche Anleihen (Bund, Kommunen etc.), Pfandbriefe (Anleihen von Hypothekenbanken) und Industrieobligationen, die von Industrieunternehmen ausgegeben werden. Anleihen sind i.d.R. an der Börse frei handelbar und die Kurs schwanken nach Angebot und Nachfrage sowie anhand des allgemeinem Zinsniveaus. Bei steigendem Zinstrend fallen die Anleihen, bei fallendem Zinstrend steigen sie.

Arbitrage
Arbitrage ist die Ausnutzung von Kursdifferenzen desselben Wertpapiers an verschiedenen Börsen zum gleichen Zeitpunkt. An der Börse mit dem niedrigeren Kurs versucht man zu kaufen, um an der Börse mit dem höheren Kurs zu einem höheren Preis zu verkaufen und so einen minimalen Kursunterschied zwischen beiden Börsen auszunutzen.

Ask
Englischer Begriff für den Angebotskurs ( in Deutschland Brief-Kurs), zu diesem Preis versucht ein verkaufswilliger Anleger ein Wertpapier zu verkaufen.

Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist das höchste Kontrollorgan einer AG. Er überwacht und berät den Vorstand, greift selbst aber nicht in die Geschäftsleitung ein. Der Aufsichtsrat setzt den Vorstand ein und entlässt diesen auch.

Aussetzung
Die Börse kann den Handel eines einzelnen Wertpapiers für einen beschränkten Zeitraum aussetzen. Dies passiert z.B. bei besonders unvorhergesehenen Ereignissen, die ungewöhnliche hohe Kursschwankungen nach oben oder unten zur Folge haben können, wie z.B. die Meldung eines besonders großen Verlustes in der Bilanz oder die Insolvenz der AG. Die Aussetzung des Handels dient dem Schutz der Anleger.

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B

Basispreis
Der Basispreis ist der Kurs, zu dem der Basiswert am Ende der Laufzeit ( europäische Option )oder während der Laufzeit ( amerikanische Option ) bezogen werden kann. Der Basispreis wird auch als Ausübungspreis oder im englischen als Strike-Preis bezeichnet.

Basiswert
Der Basiswert eines Derivats ist ein Vermögensgegenstand wie z.B. ein Wertpapier oder ein Aktienindex, dem das Derivat zugrunde liegt und nach dessen Kursentwicklung sich auch die Kursentwicklung der Derivats richtet.

Bestens
Im deutschen Börsenumfeld wird eine unlimitierte Verkaufsorder als „bestens“ bezeichnet. Die Verkaufsorder soll zum nächst gehandelten Kurs ausgeführt werden, dieser kann deutlich über oder unter dem letzten Kurs liegen.

Bid
Englischer Begriff für Nachfragekurs bzw. Kaufangebot ( in Deutschland Geld-Kurs ), zu diesem Preis versucht ein kaufwilliger Anleger ein Wertpapier zu kaufen.

Bilanz
Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung der Aktiva ( Vermögenswerte bzw. Mittelverwendung ) und Passiva ( Schulden bzw. Mittelherkunft ) eines Unternehmens als Ergebnis der Buchführung. Gesetzliche Vorschriften finden sich vor allem im HGB sowie im Bilanzrichtliniengesetz.

Billigst
Im deutschen Börsenumfeld wird eine unlimitierte Kauforder als „billigst“ bezeichnet. Die Kauforder soll zum nächst gehandelten Kurs ausgeführt werden, dieser kann deutlich über oder unter dem letzten Kurs liegen.

Börse
An Börsen werden Angebot und Nachfrage von Anlegern für jegliche Art von Wertpapieren und Derivaten zusammengeführt. Sogenannte Skontroführer und Kursmakler sorgen für einen geregelten Ablauf und führen Käufer sowie Verkäufer zusammen. Wichtige internationale Börsen für Aktien befinden sich u.a. in New York, London, Frankfurt und Tokio, für Derivate in Frankfurt, London, New York und Chicago.

Bonität
Die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers wird als Bonität bezeichnet. Die Prüfung börsennotierter Unternehmen wird u.a. durch sogenannte Ratings vorgenommen. Die bekanntesten Ratingagenturen sind Standard & Poors und Moodys.

Briefkurs
Angebotskurs ( im englischen Ask-Kurs), zu diesem Preis versucht ein verkaufswilliger Anleger ein Wertpapier zu verkaufen.

Broker
Englischer Begriff für Personen oder Firmen, die gewerbsmäßig Wertpapier- oder Derivategeschäfte für fremde Rechnung ausführen.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Am 01.05.2002 wurde aus dem ehemaligen Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen und dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel die neue Behörde BaFin ( Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ) geschaffen, die für die Bankenaufsicht, den Wertpapierhandel und das Versicherungswesen zuständig ist. Das BaFin reguliert und kontrolliert sämtliche Anbieter in diesen Bereichen.

Bund Future
Der Bund Future ist ein an der Eurex in Frankfurt börsentäglich handelbarer Terminkontrakt auf eine fiktive zehnjährige deutsche Bundesanleihe.

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C

CAC 40
Abkürzung für Compagnie des Agents de Change 40 Index, Index der Pariser Wertpapierbörse, der die vierzig umsatzstärksten Aktien des französischen Aktienmarktes wiederspiegelt.

Cash-Settlement
Ausgleich von Gewinn oder Verlust in bar bei physisch nicht erfüllbaren Termingeschäften wie z.B. Futures und Optionen auf Indizes.

CFD – Contracts for Difference

deutsch Differenzkontrakte genannt, stellen eine für Privatanleger neue Generation von Wertpapieren dar, die bereits seit ca. 20 Jahren von Banken und Finanzinstitutionen für Handelsstrategien eingesetzt werden. Sie bilden eine Alternative für aktive Aktienhändler, da CFDs mit einem Bruchteil des eigenen Handelskapitals in sämtlichen größeren Aktientiteln der europäischen, amerikanischen und asiatischen Börsen gekauft und leerverkauft werden können. Ziel ist es dabei, die Differenz aus Eröffnungs- und Schließungskurs der jeweiligen Positionen zu erwirtschaften.

CFD-Positionen werden auf Margin, d.h. unter Aufbringung einer geringen Sicherheitseinlage gehandelt (zumeist 10% Margin).

Käufe wie Leerverkäufe in Aktien sind über CFDs gleichermaßen möglich. Der Händler kann somit an allen Marktphasen gewinnbringend partizipieren.

CFDs sind keine Termingeschäfte – weder ist ihre Laufzeit begrenzt noch gibt es einen Zeitwertverfall.

Die handelbaren Kurse der CFDs entsprechen denen der zugrundeliegenden Aktien, ihre Ausführung erfolgt zum größten Teil direkt an der jeweiligen Heimatbörse.

Durch die Direktabwicklung an der Börse verfügen CFDs über dieselbe Liquidität der zugrunde liegenden Aktien an der jeweiligen Heimatbörse. Dies bedeutet größtmögliche Verfügbarkeit der Stückzahlen bei bestmöglichen Ausführungspreisen.

CFDs unterliegen keiner komplexen Preisbildung wie z.B. Optionsscheine – ihre Preisbildung entsprechen den Standards äußerster Transparenz

CFTC
Abkürzung für Commodity Futures Trading Commission. Diese Aufsichtsbehörde kontrolliert und reguliert sämtliche Transaktionen an den US-Futures- und Rohstoff-Börsen.

Chart
Graphische Darstellung des Verlaufs eines Börsenkurses, sie sind die Grundlage für die technische Analyse von Börsenkursen, die mit diversen Unterstützungsmitteln wie Fibonacci, MACD etc betrieben wird, um zu versuchen zukünftige Kursentwicklungen vorherzusagen.

Clearing
Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Marktteilnehmern sowie Abwicklung, Austausch und Verrechnung von Wertpapier- und Derivatetransaktionen.

Commodity
Englischer Begriff für Future-Kontrakte auf Rohstoffe, sogenannte Warentermingeschäfte.

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D

DAX
Der Deutsche Aktienidex enthält die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktiengesellschaften. Die Kriterien für die Gewichtung der Aktien sind Börsenumsatz, Marktkapitalisierung und der Anteil der frei umlaufenden Aktien des Unternehmens.

Derivate
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Preisentwicklung maßgeblich an die Preisbewegung eines anderen Finanzinstruments gebunden ist, z.B. einer Aktie oder eines Index. Das Derivat verkörpert das Recht oder die Pflicht das zugrundeliegende Finanzinstrument zu beziehen. Derivate zeichnen sich durch Ihre unterschiedliche Produktausgestaltung aus, z.B. die Laufzeit, Bezugsverhältnis, Hebel etc.

Designated Sponsors
Ein Designated Sponsor hat die Aufgabe in einzelnen Wertpapieren durchgehend für Liquidität zu sorgen. Er stellt durchgehend An- und Verkaufskurse um somit bei meist umsatzschwachen Aktien für eine vernünftige Handelbarkeit zu sorgen.

Devisen
Devisen sind ausländische Währungen in Buchgeld.

Devisen-Future
Ein Devisen-Future ist ein börsennotierter Terminkontrakt, der den Inhaber verpflichtet zu einem bestimmten Termin die festgelegte Menge der Devise zu einem festen Preis entweder zu kaufen oder zu verkaufen.

Devisenkassageschäft
Anders als beim Devisen-Future wird beim Kassa-Geschäft die Währung selbst gehandelt , und zwar am sogenannten Forex-Markt. Hier handeln Banken und Brokerhäuser untereinander über elektronische Plattformen oder via Telefon.

Devisentermingeschäft
Bei einem Devisentermingeschäft liegt die reale Anschaffung der Devisen bei einem festgelegten zukünftigen Termin, der Vertrag wird aber sofort geschlossen.

Dividende
Anteil am Gewinn der AG, der an den Aktionär pro Aktie ausgeschüttet wird.

Dividendenabschlag
Am Tag nach Zahlung der Dividende wird der Aktienkurs um die Höhe der Dividende herabgesetzt.

Dow Jones Industrial Index
Der Dow Jones Industrial-Index, der von der Firma Dow Jones herausgegeben wird, beinhaltet den Kursverlauf der 30 größten börsennotierten Aktiengesellschaften der USA und ist der weltweit bekannteste und wichtigste Börsenindex, der als weltweiter Leitindex angesehen wird. I.d.R. orientieren sich auch die europäischen Märkte am Folgetag am Verlauf des Dow Jones-Index.

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E

Eigenkapital
Als Eigenkapital wird das Kapital bezeichnet, welches der AG von deren Aktionären zur Verfügung gestellt wird. Es fließt in die Gesellschaft ein für Investitionen und zur Stärkung der finanziellen Situation. Eigenkapital ist kein Kredit und muss nicht an die Aktionäre zurückgezahlt werden.

Emission
Eine Emission ist die Ausgabe von Wertpapieren ( Aktien, Anleihen, Genusscheine etc. ) um dem emittierenden Unternehmen Eigenkapital (Aktien) oder Fremdkapital (Anleihen) zuzuführen. I.d.R. werden Emissionen von Banken durchgeführt, die die Wertpapiere bei institutionellen und privaten Anlegern platzieren.

Emittent
Ein Emittent ist der Herausgeber von Wertpapieren. Bei einer Emission erhält er die durch die Emission hereingeholten Gelder.

EPS
Abkürzung für den englischen Begriff „Earnings per share“, also Gewinn pro Aktie.

Eurex
Abkürzung für European Exhange, ehemals Deutsche Terminbörse (DTB) mit Sitz in Frankfurt. Größte Terminbörse der Welt, vollelektronischer Handel von Futures und Optionen. Hier werden unter anderem Dax und Bund-Future gehandelt.

Euribor
Abkürzung für „European Inter Bank Offered Rate“. Zinssatz am europäischen Finanzmarkt, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen.

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F

Federal Reserve
Die Federal Reserve ist die US-Notenbank, u.a. zuständig für die Zinspolitik der USA, vergleichbar mit der Europäischen Zentralbank EZB in Frankfurt.

Festverzinsliche Wertpapiere
Es handelt sich hierbei um Fremdkapital, welches zum Laufzeitende vom Emittenten zu 100 % an den Käufer zurückgezahlt werden muss. Es wird während der gesamten Laufzeit i.d.R. jährlich mit einem vorher festgelegten Satz verzinst. Festverzinsliche Wertpapiere werden i.d.R. an der Börse gehandelt, der Kurs kann während der Laufzeit beliebig schwanken.

Financial Futures
Als Financial Futures bezeichnet man alle Futures die sich auf Finanzprodukte beziehen, so z.B. Aktien, Indizes und Zinstitel.

Finanzmarktförderungsgesetz
Gesetz zur Modernisierung des deutschen Kapitalmarktes, es soll dem Anleger auch mehr Schutz und Transparenz bieten. Es dient auch der Deregulierung des Finanzmarktes.

Fonds
Ein Fonds ist eine Sammlung von verschiedenen Wertpapieren. Ein Fonds sammelt Gelder von Anlegern, um diese in Wertpapiere verschiedener Kategorien zu investieren. Er soll möglichst der Risikostreuung und damit Minimierung dienen. Neben Wertpapieren kann ein Fonds auch Derivate oder Immobilien enthalten.

FTSE 100
Bezeichnung für den wichtigsten britischen Leitindex für Aktien, ausgeschrieben „Financial Times Stock Exchange“, er beinhaltet die 100 wichtigsten Aktiengesellschaften aus Großbritannien.

Futures
Terminkontrakte auf Indizes, Devisen, Zinstitel oder Rohstoffe. Geschäftsabschluss erfolgt sofort, Ausübung des Geschäfts erfolgt zu einem zukünftigen Termin, beide Parteien gehen hierbei eine Verpflichtung ein.

Futures-Fonds
Future-Fonds legen das Geld der Anleger in Futures an und sind somit hochspekulativ. Anleger die hierin investieren steht ein sehr großes Risiko einem sehr großem potentiellen Ertrag gegenüber.

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G

Geld-Brief-Spanne
Bei jedem Börsengeschäft ( Aktien, Optionsscheine, Devisen, Futures, CFDs etc ) gibt es die sogenannte Geld-Brief-Spanne (Bid-Ask), den sogenannten „Spread“. Es handelt sich hierbei um die Differenz zwischen dem höchsten Kaufgebot und der niedrigsten Verkaufsofferte.

Geldkurs
Kaufgebot ( im englischen Bid-Kurs ), zu diesem Preis versucht ein kaufwilliger Anleger ein Wertpapier zu kaufen.

Gewinn je Aktie
Unternehmensgewinn geteilt durch die Anzahl der Aktien.

Glattstellen
Mit Glattstellen meint man das Eingehen eines Deckungsgeschäftes, um eine offene Position im Aktien- oder Derivatehandel zu schliessen, z.B. bei einer offenen Long-Position im Future den Verkauf desselben Futures, somit ist die Position ausgeglichen, oder glattgestellt ( flat ).

Good-till-cancelled
Orderart für alle Arten von Wertpapieren oder Derivaten. Die Order ist solange gültig, bis sie entweder ausgeführt oder durch den Kunden gelöscht wird.

Good-till-date
Orderart für alle Arten von Wertpapieren oder Derivaten. Die Order ist bis zum angegebenen Datum in der Order gültig.

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H

Hauptversammlung
Einmal jährlich stattfindende Zusammenkunft der Aktionäre einer Aktiengesellschaft. Hier werden wichtige Beschlüsse wie die Verwendung des Bilanzgewinns oder die Neuwahl des Aufsichtsrates gefasst. Die Unternehmensführung nimmt zum Verlauf des Geschäfts Stellung und erläutert zukünftige Schritte. Die Hauptversammlung dient auch zur Aussprache zwischen Unternehmensführung und Aktionären.

Hebel
Der Hebel gibt an, um den wie vielfachen Faktor sich ein Derivat ( z.B. Optionsscheine ) im Verhältnis zum zugrundeliegenden Basiswert bewegt.

Hedge
Mit Hedging meint man das Absichern von Risiken bei Börsenpositionen. Will man z.B. seine Aktienposition gegen sinkende Kurse absichern, kann man eine Put-Option kaufen, um somit bei fallenden Aktienkursen von dem Anstieg der Option zu profitieren. Somit sichert man sein Risiko ab.

Hedgefonds
Der Name Hedgefonds ist irreführend. Es handelt sich hierbei um Investmentfonds, dessen Ziel es ist durch das Eingehen möglichst großer Risiken ( z.B. Leeverkäufe, Handel mit Optionen und Futures ) möglichst große Gewinne zu erzielen. Dem großen Gewinnpotential steht hier ein großes Risiko gegenüber.

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I

Index
Ein statistischer Wert, der eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren oder Waren zusammenfasst, um deren Kursverlauf langfristig darzustellen. Somit kann man die Gesamtentwicklung eines Marktes oder Teilsegmentes besser nachvollziehen.

Initial Margin
Sicherheitsleistung bzw. Ersteinschuss-Zahlung, die vor der Aufnahme eines Future-Geschäfts vom Kunden bei einem Broker einzuzahlen ist.

IPO
Initial Public Offering, Ersteinführung einer Aktie auf dem Börsenmarkt.

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K

Kassageschäft
Die Ausübung des Geschäfts findet unmittelbar nach Vertragsabschluss statt.

Kassamarkt
Als Kassamarkt wird der Börsenmarkt bezeichnet, an dem effektive Wertpapiere gehandelt werden, deren Lieferung unverzüglich nach Vertragsabschluss fällig ist.

Kaufoption
Die Kauftoption ( Call-Option ) beinhaltet das Recht aber nicht die Pflicht, während der Laufzeit oder zum Ende der Laufzeit der Option das zugrundeliegende Wertpapier zu einem vorher festgelegten Kurs zu kaufen.

KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis – es spiegelt wieder, mit dem wie vielfachen des Gewinns die Aktie an der Börse bewertet wird. Berechnet wird es folgendermaßen : Aktienkurs dividiert durch den Gewinn pro Aktie. Bei einem KGV von 10 gilt eine Aktie als sehr günstig bewertet, 20 ist auch eine gute Bewertung, alles darüber betrachtet man als relativ gut oder zu hoch bewertet.

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L

Leerverkauf
Ein Anleger verkauft Wertpapiere, die sich gar nicht in seinem Besitz befinden; er leiht sich diese Wertpapiere von einer Bank oder einem Brokerhaus. Er setzt hierbei auf fallende Kurse. Um die Position wieder zu schließen, muss er die Wertpapiere wieder zurückkaufen; tut er dies bei einem tieferen Kurs, erzielt er Gewinn.

Leitzins
Ein von einer Zentralbank ( z.B. EZB oder US-Fed ) festgelegter Zinssatz für die Vergabe von Geld an Banken. Der Leitzins beeinflusst maßgeblich die Geldmarktzinssätze.

LIBOR
Abkürzung für London Inter Bank Offered Rate. Zinssatz am Londoner Finanzmarkt, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen.

LIFFE
London International Financial Futures Exchange, größte englische Futuresbörse, bedeutendste europäische Rohstoffbörse. Die Liffe ist hundertprozentige Tochter der europäischen Vierländerbörse Euronexxt.

Limit
Börsenauftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Derivats. Limit bedeutet, dass man einen bestimmten Preis angibt, der beim Kauf nicht überschritten bzw. beim Verkauf nicht unterschritten werden darf.

Liquidität
Barmittel, die sofort zur freien Verfügung stehen, um Rechnungen oder Schulden zu bezahlen oder um Investitionen zu tätigen.

Long
Englischer Begriff für das Halten einer Kaufposition in Wertpapieren, Derivaten und Devisen. Ist man long, setzt man auf steigende Kurse.

Lot
Mengeneinheit für einen Futures-Kontrakt.

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M

Maintenance Margin
Der Betrag, den man beim Offenhalten von Futures-Kontrakten als laufende Sicherheitshinterlegung im Konto haben muss.

Margin
Benötigte Sicherheitshinterlegung für das Eingehen von Termingeschäften.

Margin Call
Nachschussforderung des Brokers an den Kunden. Wenn das Kundenkonto durch einen entstandenen Verlust in einer offenen Position nicht mehr genug Guthaben aufweist, so dass nicht mehr genug Margin für das Offenhalten der Position vorhanden ist, muss der Kunde sein Konto entsprechend mit neuem Geld auffüllen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, schließt der Broker die Kundenposition.

Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtbörsenwert eines Unternehmens. Er ergibt sich aus der Multiplikation von Aktienkurs mit der Anzahl aller Aktien.

M-Dax
Die nach den 30 Dax-Werten 50 folgend größten Aktiengesellschaften in Deutschland bilden den M-Dax. Über Aufnahme in den Index entscheiden genau wie beim Dax Börsenumsatz, Marktkapitalisierung und der Anteil der frei umlaufenden Aktien.

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N

Vor- und nachbörslicher Handel
Vor öffiziellem Börsenbeginn und nach offiziellem Börsenschluss haben private ( i.d.R. per PC ) wie institutionelle Anleger die Möglichkeit per Telefonhandel oder über sogenannte ECNs ( Electronic Communication Networks ) Aktien zu handeln.

NASDAQ
Abkürzung für „National Association of Securities Dealers Automated Quotation System“. Die Nasdaq ist die weltweit größte elektronische Aktienbörse. Aktien werden hier ausschließlich elektronisch gehandelt, vorwiegend handelt es sich hierbei um Technologieaktien.

NYSE
Abkürzung für „New York Stock Exchange“, größte Wertpapierbörse der Welt, sie gilt als weltweite Leitbörse.

Nikkei-Index
Der Nikkei 225-Index ist der bedeutendste Börsenindex Asiens und spiegelt die bedeutendsten Aktien in Japan wieder.

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O

O-Dax
Bezeichnung für Optionen auf den Dax.

Open Contract
Offene Position im Futures- oder Optionsmarkt, die noch nicht durch ein Gegengeschäft geschlossen wurde.

Option
Eine Option beinhaltet für den Käufer das Recht aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Ware oder ein Wertpapier zu einem festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen werden i.d.R. standardisiert an Börsen gehandelt ( in Deutschland an der Eurex ) Der Herausgeber ( Schreiber ) der Option verpflichtet sich bei Ausübung der Option durch den Käufer bestimmte Waren/Wertpapiere an den Optionsinhaber zu kaufen oder zu verkaufen zum festgelegten Preis. Kaufoptionen bezeichnet man als Calls, Verkaufsoptionen als Puts.

Optionsschein
Ein Optionsschein unterscheidet sich nur geringfügig von der Option. Er wird von Investmentbanken und Brokerhäusern emittiert, die auch gleichzeitig als Marketmaker für die Optionsscheine auftreten. Daher bestimmen sie auch die Ausstattung der Optionsscheine wie z.B. Bezugsverhältnis, Laufzeit etc. Optionsscheine werden nicht standardisiert an einer bestimmten Börse gehandelt.

OTC
Abkürzung für „Over the counter“, dies sind Geschäfte im außerbörslichen nicht regulierten Börsenhandel per PC und Telefon.

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P

Penny Stocks
Bezeichnung für Aktien mit sehr niedrigem Kurs i.d.R. unter 1 Euro, die sich daher bei Kursschwankungen um ein paar Cent prozentual sehr stark bewegen. I.d.R. hochspekulative Aktien.

Private Placement
Hiermit ist die außerbörsliche Platzierung von Aktien gemeint. Das Unternehmen platziert bei privaten und institutionellen Investoren seine Aktien und erhält den Emissionserlös. Die Aktie ist nicht an der Börse gelistet, das Unternehmen hat so die Möglichkeit schnell ohne jegliche Prospektprüfung oder Börseneinführung an Kapital zu kommen.

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R

Rating
Siehe „Bonität“

Realtime
Realtime bedeutet Echtzeit-Übermittlung von Kursdaten über Informationssysteme. Anleger sehen Kurse auf ihrem Kurssystem im selben Augenblick wie sie an der Börse geschehen. Öffentlich zugängliche kostenlose Börsenkurs ( z.B. via Internet ) haben i.d.R. eine Zeitverzögerung von 15 oder 20 Minuten.

Referenzzinssatz
Zinssatz festgelegt von einer Zentralbank ( z.B. EZB oder US-Fed ), an dem sich Banken beim Geldhandel orientieren. Daher richten sich auch Auf und Ab von Guthaben und Kreditzinsen bei Bankkunden indirekt nach dem Referenzzinssatz.

Rendite
Abzgl. aller Gebühren real erzielter Gewinn durch eine Kapitalanlage auf ein Jahr gerechnet. ( Effektivverzinsung ) Die Rendite wird in Prozent ausgedrückt.

Research
Analyse und möglichst genaue Vorhersage von Kapitalmarktprodukten und deren zukünftiger Entwicklung ( z.B. Aktien, Devisen, Zinsen ).

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S

S&P 500-Index
Standard & Poors 500 Index, ein Index der 500 bedeutendsten US-Aktiengesellschaften, herausgegeben von der Rating-Agentur Standard & Poors.

SEC
Securities and Exchange Commission, diese oberste Aufsichtsbehörde beaufsichtigt und reguliert sämtliche US-Börsenmärkte.

Settlement
Es handelt sich hierbei um die Erfüllung von Termingeschäften, beim Cash-Settlement wird eine Differenz in bar gezahlt ( wenn eine Lieferung nicht möglich ist bei z.B. einem Index ). Beim physischen Settlement wird ein realer Basiswert geliefert ( z.B. Gold, Kaffee, Öl etc. ).

Short
Siehe „Leeverkauf“. Als short bezeichnet man auch eine offene Future- oder Devisen-Position auf fallenden Kurs.

Sicherheitsleistung
Siehe „Margin“.

Spread
Siehe „Geld-Brief-Spanne“.

Stillhalter
Der Stillhalter ( options writing / Optionen schreiben ) gibt eine Option heraus bzw. verkauft eine Option. Der Stillhalter eröffnet seine Optionsposition mit dem Verkauf einer Option. Er erhält vom Käufer die Prämie und nimmt dessen Gegenposition ein. Als Stillhalter ist er dazu verpflichtet, den in der Option vereinbarten Basiswert auf Verlangen des Optionsinhabers zum festgelegten Preis abzunehmen oder zu liefern.

Der Stillhalter kann seine Position durch ein Gegengeschäft, also den Rückkauf der Option wieder schließen, damit endet auch seine Verpflichtung.

Stop-Order
Eine Stop-Order kann bei jedem börsennotierten Finanzinstrument ( Aktien, Futures, Devisen etc ) angewendet werden. Man unterscheidet zwischen der Stop-Market-Order und der Stop-Limit-Order. Platziert man z.B. zum Kauf einer Aktie eine Stop-Market-Order über dem aktuellen Marktpreis, wird die Order beim Erreichen des Kurses an der Börse ausgelöst und die Aktie wird automatisch zum nächst möglichen Marktpreis gekauft. Will man die Aktie per Stop-Market-Order verkaufen, platziert man die Order mit einem Kurs unterhalb des aktuellen Marktpreises. Wird der gewünschte Preis am Markt erreicht, wird hier eine Market-Verkaufsorder ausgelöst. Bei Stop-Limit-Orders wird die Order ebenfalls beim Erreichen des Stop-Preises an der Börse ausgelöst. Die Order wird dann aber nicht zur Market, sondern zur Limit-Order. Gibt man z.B. eine Stop-Limit-Order zum Kauf bei 105,70 und der Marktpreis erreicht 105,70, wird automatisch eine Kauforder gegeben zum Limitpreis von maximal 105,70. Ist der Marktpreis nun aber sofort über 105,70 gestiegen, wird die Order nicht ausgeführt. Stop-Orders werden aus 2 Gründen angewendet. 1. um Verluste nach oben oder unten zu begrenzen. 2. um bei Marktbewegungen nach oben wie nach unten schnell mit einer ausgeführten Order im Markt dabei zu sein.

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T

Terminbörse
An Terminbörsen werden Optionen, Financial Futures und Futures auf Rohstoffe ( Warentermingeschäfte ) gehandelt. Marktteilnehmer handeln entweder aus Gründen der Spekulation oder aus Absicherungsgründen.

Termingeschäft
Beim Termingeschäft findet der Vertragsabschluss sofort statt, die Erfüllung bzw. Lieferung der Ware bzw. der Wertpapiere findet aber erst in Zukunft zu einem fest vereinbarten Termin statt.

Terminkontrakt
Bei einem Terminkontrakt verpflichten sich Käufer und Verkäufer verbindlich, eine bestimmte Ware oder ein Wertpapier in festgelegter Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen. Beide Seiten können Ihre Verpflichtung durch Eingehen des Gegengeschäfts, also durch Schließen/Glattstellen der Futures-Position beenden.

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U

Underlying
Siehe „Basiswert“

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V

Verfallsdatum
Zu diesem Zeitpunkt laufen Futures, Optionen und Optionsscheine aus. Die Rechte verfallen dann wertlos und offene Positionen müssen ausgeglichen bzw. angedient werden.

Verkaufsoption
Die Verkaufsoption ( Put-Option ) beinhaltet das Recht aber nicht die Pflicht, während der Laufzeit oder zum Ende der Laufzeit der Option das zugrundeliegende Wertpapier zu einem vorher festgelegten Kurs zu verkaufen.

Volatilität
Die Volatilität ist eine Kennzahl zur Schwankungsintensität des Börsenkurses. Je stärker der Börsenkurs ausschlägt, desto höher ist die Volatilität und das Wertpapier gilt als risikoreicher.

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W

Warenterminbörse
Hier werden Futures auf Rohstoffe gehandelt ( Warentermingeschäfte / Commodities ) wie z.B. auf Kaffee, Gold, Öl, Weizen etc. Die wichtigste und größte Warenterminbörse ist die Chicago Board of Trade ( CBOT ), weitere wichtige Börsen sind die CME (Chicago), NYMEX (New York) und LIFFE (London).

Warentermingeschäfte
Futures auf Rohstoffe wie z.B. Kaffee, Gold, Öl, Weizen etc. Der Vertragsabschluss findet sofort statt, die Lieferung der Waren erst in Zukunft zu einem fest vereinbarten Termin.

Warrant
Siehe „Optionsschein“.

Wertpapier
Verbriefte Urkunde, die diverse Rechte beinhalten kann, z.B. den Anteil an einer Aktiengesellschaft (Aktie), das Recht auf Rückzahlung eines Kredites (Anleihe) etc.

Wertpapierkennnummer
Die WKN ist eine sechsstellige Zahl, die jedes in Deutschland gehandelt Wertpapier eindeutig identifiziert.

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X

Xetra
Abkürzung für Exchange Electronic Trading. Vollelektronische Handelsplattform der Deutschen Börse in Frankfurt. Über Xetra wird inzwischen fast der gesamte Aktienhandel in Deutschland abgewickelt, der Anteil der Parkettbörsen am Handelsvolumen ist inzwischen verschwindend gering und nimmt stetig weiter ab.

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Z

Zertifikate
Zertifikate sind ein Sammelbegriff für derivative Finanzprodukte, die aus einer Kombination von Wertpapieren und/oder Terminmarktgeschäften aufgelegt werden. Üblicherweise werden Zertifikate von einer Bank emittiert (folglich sind Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen des Emittenten) und anschließend an der Börse gehandelt. Normalerweise haben Zertifikate eine festgelegte Laufzeit. Es gibt eine große Vielfalt an Zertifikaten. Nachfolgend ein kleiner Auszug:

 

Index-Zertifikate haben einen Basiswert, z.B. einen Aktien- oder Rohstoffindex. In der Regel werden sie im Verhältnis 1:100 zum Index gehandelt. Der Inhaber des Zertifikats partizipiert direkt an der Entwicklung des Basiswertes. In manchen Fällen weicht die Entwicklung eines Zertifikates allerdings erheblich von der des Underlyings ab (z.B. bei Rollverlusten in Rohstoffen).

 

Bei einem Discount-Zertifikat erhält der Investor einen Basiswert (z.B. Aktie oder Index) mit einem Preisnachlass (engl.: „discount“), verzichtet aber im Gegenzug auf weitere Gewinne oberhalb einer bestimmten Grenze. Discount-Zertifikate können in seitwärts verlaufenden und in fallenden Märkten besser abschneiden als der zugrunde liegende Basiswert.

 

Mit einem Bonus-Zertifikat erhält der Anleger nach Fälligkeit einen vorher festgelegten Bonus. Dafür darf allerdings eine bestimmte Grenze während der Laufzeit nicht unterschritten werden.

 

Hebel-Zertifikate sind mit einem Hebel auf den zugrunde liegenden Basiswert ausgestattet. Dadurch kann schon mit relativ geringen Kursbewegungen ein großer Gewinn erreicht werden. Ebenso sind aber auch Verluste möglich.

 

Bei einem Kapitalschutz-/Garantie-Zertifikaterhält der Anleger mindestens sein eingezahltes Kapital zurück, wenn er das Zertifikat bis zum Ende der Laufzeit gehalten hat.

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